Sonntag, 24. Dezember 2017

Schneemänner

Passend zum Heiligabend kommt hier jetzt auch endlich meine Rezension zu der ersten Staffel von den "Schneemännern" von Nora Amelie.
Die erste Staffel besteht aus drei Bänden, die sich um Louisa und ihre Urlaubsbekanntschaften drehen...

Denn das Jahr neigt sich dem Ende zu. Silvester steht vor der Tür und Louisa nimmt Reißaus vor ihrer Familie und deren aufdringlicher Feier. Sie begibt sich an ihren geheimen Rückzugsort, ein süßes Hotel an der Küste. Direkt nach der Ankunft nutzt sie die Gelegenheit des freien Schwimmbeckens und zieht ihre Bahnen. Sie probiert sich an einer neuen Schwimmform und steht kurz vorm Ausbruch ihrer Frustration. Doch dann wird sie unterbrochen. Von einem jungen Mann, der sie beobachtet.
Ein ziemlich gut aussehender junger Mann, der sich als Jacob vorstellt. Louisa ist in diesem Punkt auf jeden Fall mit mir einer Meinung. Oder vielleicht auch anders herum und ich bin einer Meinung mit ihr... egal. Jacob sieht auf jeden Fall richtig gut aus! Dann geht er ins Wasser und macht ihr mal eben vor, wofür sie stundenlang übt! Und dann verlangt er von ihr, es ihm nachzumachen. Wie eine Art Lehrer verlangt er von der empörten Louisa sich vor ihm zum Affen zu machen. Mit ihrer selbstbewussten Art gelingt es ihr, der Situation zu entkommen.
Louisa macht aber keineswegs einfach nur Urlaub, Entspannung und geht auf Partys, nein, eigentlich ist sie hergekommen, um ihren Roman bis zur Deadline fertig zu schreiben. Denn sie ist Erotikautorin und Selfpublisherin. Den Druck mit der Deadline hat sie also einzig sich selbst zu verdanken. Abends geht sie hinunter zum Essen und begibt sich dann wieder rauf in ihr Zimmer, um weiter zu schreiben. Ein paar Tage vor Silvester gleitet jemand auf den Stuhl ihr gegenüber am Tisch. Jacob. Fassungslos erlebt Louisa mit, wie er Wein bestellt und dann auch noch über ihre Gewohnheiten erschreckend genau im Bilde ist. Als sie erneut Reißaus nehmen will, blockiert jemand anders ihren Stuhl. Mit voller Absicht. Wie sich herausstellt heißt er Paul. Ein Bad-Boy, genauso wie Jacob, wie schon an seiner selbstverständlichen und alles einnehmenden Haltung klar wird. Danach nimmt die Geschichte ihren Lauf. Louisa landet zwischen den beiden und es türmen sich mit einem Mal Fragen über Fragen.

Man kommt direkt gut in die Geschichte rein, ich zumindest konnte Louisa gut verstehen, ein wenig Abstand zu brauchen, auch, wenn ich selbst das nicht an Silvester machen würde... aber trotzdem. Nach allem, was sie über ihre Familie erzählt, braucht sie definitiv mal eine Pause! Und so einen Rückzugsort benötigt jeder mal. Erst recht so einen schönen direkt an der Küste - naja, die erkennt man im Buch bei all dem Schnee dann ja irgendwann nicht mehr...!
Ein wenig Mitgefühl für Louisa stieg in mir auf, als sie mit Jacob im Schwimmbad alleine war. Ein gut aussehender Kerl. Man ist allein mit ihm. Und dann kommt so etwas. Als ob man sich dann vor ihm auch noch blamieren möchte! Dann nimmt die Geschichte schnell spannendere Ausmaße an, erst die Spannungen bei Tisch, die sich dann immer weiter aufbauen. Erst durch Paul, dann durch die darauf folgende Nacht und schließlich durch...
Aber die Fragen lassen den Leser nicht los. Woher wissen Jacob und Paul so viel über sie? Wieso dies? Wieso das? Wieso jenes? Es macht einfach noch keinen richtigen Sinn. Und während man weiterliest und ein paar Fragen endlich beantwortet werden, entstehen aus den Antworten immer neuere Fragen, die sich aufzutürmen beginnen. Das mag jetzt vielleicht ein wenig harsch klingen, aber das ist es gar nicht! Das ist es, was mir an dieser Geschichte - unter anderem - so viel Spaß gemacht hat. Das Warten und Hoffen auf die Auflösung und das Spekulationen-anstellen.
Aber trotz all der Spannung und Ernsthaftigkeit wird auch viel Humor und Sarkasmus reingebracht. Vor allem Ironie von Louisas Seite. So schafft sie es mit einer doch recht seltsamen Situation locker umzugehen.
Während es hier zu Weihnachten für Schnee bereits wieder viel zu warm ist, wird Louisa der Schnee bald ein wenig zu viel... oder wenigstens zum Verhängnis - ohne zu viel verraten zu wollen! Durch das Buch wurde meine Weihnachtsstimmung wenigstens schon mal ein wenig angekurbelt, auch, wenn es im November vielleicht noch ein wenig früh war. Aber... es schadet ja nicht!

Der erste Band verging schnell als gedacht und ich war zumindest wirklich froh, dass ich am Ende den zweiten und dritten Band bereits in der Hand halten konnte. Denn am Ende geht Nora Amelie mit uns nicht wirklich gnädig um. Trotzdem ein klasse und super gelungener erster Teil! Kompliment und danke, dass ich es lesen durfte!

Bevor ihr jetzt weiterlest, solltet ihr euch vielleicht auf ein paar Spoiler einstellen. Oder ihr lest erst den ersten Band. ;) Ich wünsche euch an dieser Stelle schon einmal fröhliche Weihnachten! Danke, dass ihr diese Rezi gelesen habt.
Dann geht es jetzt weiter mit Band zwei.

Louisa ist eingeschneit. Mit den beiden Männern. Alleine. In Pauls Holzhütte. Sie steckt mit ihnen fest. Nachdem sie einmal so richtig ausgeflippt ist, liegt am nächsten Morgen ein riesiger Berg Schnee vor der Tür. Bevor sie ihrem One-Night-Stand (oder vielleicht lieber Two-Night-Stand) entfliehen kann, muss sie also erst einmal da bleiben. Allerdings spielte ihr das zum Teil auch in die Hände, denn so bekam sie die Gelegenheit ein paar Fragen beantworten zu können. Ein paar Fragen über Jacobs und Pauls Leben.
Leider waren es noch recht dürftige Erklärungen, aber der Leser wurde eben immer nur nach und nach mit ein paar Krümeln gefüttert. Aber sie sprechen nicht nur über die Jungs, sondern auch Louisa werden weitere Informationsbrocken aus der Nase gezogen...
Erinnert ihr euch noch an Louisas Vorsatz über Silvester hinweg ein Buch zu beenden? Ja? Echt? Wow. Naja, Louisa eben auch. Die Deadline sitzt ihr die ganze Zeit über im Nacken und auch die Überredungskünste der Jungs, sie solle sich doch mal ein wenig Entspannung gönnen, helfen nicht viel. Sie bemüht sich, weiter zu schreiben, aber nachdem sie einmal raus und abgelenkt ist, ist es vorbei... naja, vielleicht fehlt es ihr an Inspiration???
Auch Louisas Mutter kommt nun endlich einmal vor. Und sie ist genau so, wie Louisa sie vorher beschrieben hat. Neugierig, schnatterig, kontrollsüchtig und weiß alles über den neuesten Klatsch.

Im zweiten Band geschieht recht viel. Ein Angebot, über das Louisa zuerst näher nachdenken muss. Das von definitiv heiklem Thema ist und dem Louisa selbst noch recht skeptisch gegenüber steht. Außerdem geht es in diesem Teil um Vertrauen. Und zwar um eine gehörige Portion davon, Vertrauen und Ehrlichkeit. Louisa muss einzuschätzen lernen, wie weit sie gehen darf - in mehr als einem Sinne! Und zu diesen beiden Themen und heiligen Sakramenten zählt auch, dass man, ob man, oder ob man eben nicht, eifersüchtig wird. Naja, das lasse ich euch selbst herausfinden.
Ich war, genauso wie beim ersten Band. Froh darüber, dass ich den dritten griffbereit hatte. Jacob, als der Einfühlsamere - zumindest nach außen hin - und Paul, als der Explosivere scheinen Louisa auf jeden Fall erst einmal recht gut im Griff zu haben. Oder zumindest glauben sie das - na, wenn sie sich da mal nicht täuschen!

Dieser Teil ist und bleibt so humorvoll, wie der erste. Er setzt die Dramatik und den Humor gewissermaßen fort. Louisa kann ich in beinahe jeder Situation immer besser verstehen. Naja, man wächst mit seinen Aufgaben, oder? Ich habe Louisas Gefühle verstärkt erlebt und war, glaube ich, teilweise ein wenig gereizt. In gewissen Situationen bin ich dann schonmal regelrecht an die Decke gegangen... Und die Fragen, die ich habe, oder die ich hatte, stapeln sich weiter.

Nun kennt ihr das ja schon. Ihr solltet euch wieder auf den ein oder anderen Spoiler gefasst machen, wenn ihr weiterlest. Aber danke, dass ihr bis hierher gelesen habt!

Im dritten Band besucht Louisa Jacob in seiner Zahnarztpraxis. Sie ist ängstlich den Geräten und der Praxis im Allgemeinen gegenüber. Wieso nur...? Aber Jacob ist und bleibt einfühlsam. Offenbar im Gegensatz zu mir, denn wie es scheint, werde ich, ähnlich Louisa, schnell eifersüchtig. Wenn ihr das erste Kapitel lest, versteht ihr hoffentlich, was ich meine!
Wenn Louisa mit Jacob spricht braucht sie nicht lange überlegen, was sie sagen will, da die Worte von ganz allein aus ihrem Mund purzeln. Er ist ihr "Fels in der Brandung" und Paul... ist er dann die Brandung? Aber auch Paul zeigt sich schließlich mal als Einfühlsam und als derjenige mit dem man gut reden kann. Der, der sie gut versteht. Und ein weiteres Geheimnis eröffnet sich dem Leser... was hat das nur mit Thomas auf sich? Hier treten die drei zum ersten Mal auch als Trio in ihrem normalen Leben auf. Sie versuchen sich damit zu arrangieren.
Doch die Fragen bleiben. Die Spannung steigt weiter. Wie sie sich weiter und eigentlich erst richtig kennen lernen...
Dem Leser wird Louisas Arbeit näher gebracht, man erlebt den Veröffentlichungsprozess ihres Buches und bekommt mit, wie sie arbeitet. Notizen und Disziplin. Ich zumindest habe einen ganz schönen Respekt entwickelt. Ständig zu arbeiten, ich weiß nicht, ob ich das könnte...

Aber auch dieser dritte Band hat einen Cliffhanger. Und die zweite Staffel halte ich leider noch nicht in den Händen. Dennoch hat es mir sehr gut gefallen!
Eine tolle erste Staffel, mit fantasievollen Beschreibungen, dramatischen Wendungen, Humor und vor allem Spannung. Die drei Bände haben meine Neugier angestachelt, das Lesen hat mir sehr viel Spaß gemacht! Alle wesentlichen Aspekte werden hervorgehoben, aber es werden auch nicht zu viele Geheimnisse preisgegeben. Immerhin gibt es noch Fortsetzungen.
Ich gebe der ganzen ersten Staffel 5 Sterne! Danke, dass ich es lesen durfte! Und Frohe Weihnachten!
14.48

Sonntag, 10. Dezember 2017

Soul Mates

Im Moment ist irgendwie der Wurm drin. Es ist nicht so, dass ich nicht zum Lesen komme (auch, wenn ich dafür natürlich ebenfalls gern mehr Zeit hätte!), aber zum Rezis-Schreiben komme ich einfach nicht mehr. Immer wenn ich gerade denke "Och, ja, dann könntest du ja jetzt mal wieder" gibt es doch noch etwas was dringlicher ist.
Das tut mir leid. Für euch. Auch, wenn ich irgendwie bezweifle, dass es euch an Lesematerial mangelt... Und auch für die Bücher. Denn ich habe kürzlich, oder auch schon vor erschreckend langer Zeit, einige wirklich tolle Bücher gelesen! Darunter ist noch "Lord of Shadows" (habe ich im September beendet), "Oblivion 2" (Ende August beendet) und "The Return" (schon im Juni ausgelesen). Die Rezis dazu kommen natürlich noch! Auf jeden Fall. Aber ich kann im Moment erst einmal nicht viel mehr sagen, als dass mir alle drei super-mega-gut gefallen haben!

Jetzt folgt erst einmal eine Rezi zu einem weitern Buch, das ich bei Lovelybooks gewonnen habe und das ab sofort einen besonderen Platz in meinem Regal verdient hat.
Das Buch "Soul Mates - Flüstern des Lichts" von Bianca Iosivoni ist erst der erste Band. Im April 2018 soll der zweite herauskommen. Es geht um Rayne, ein junges Mädchen, das in einem Nebenort von Chicago in einer Buchhandlung jobbt. Sie versucht ein normales Leben zu führen. Und vor allem versucht sie, ihre Vergangenheit zu vergessen. Sie liebt ihre Adoptivmutter und deren Tochter, wie eine richtige Familie. Und sie weist überraschend viele Fähigkeiten, Eigenheiten und Vorlieben auf, die normalen Bücherwürmern zufallen. Oder zumindest passten einige davon hervorragend zu mir. Das hat mich direkt in das Buch geführt und es auf direktem Weg in mein Herz.
Als Rayne eines Abends von der Buchhandlung nach Hause will, gerät sie in eine dunkle Gasse. Dort macht sie zum ersten Mal Bekanntschaft mit den Dunkel- und Lichtseelen. Der geheimnisvolle Colt rettet sie vor ihrem Angreifer und fortan suchen die beiden immer wieder die Gesellschaft des anderen. Colt steht entschlossen auf der Seite der Lichtseelen, während Rayne sich noch für eine Seite entscheiden muss. Doch die Welt ist in Aufruhr und auf Rayne kommen mehr Probleme zu, als sie ahnt. Während sie langsam immer mehr Bekanntschaft mit den Besonderheiten und den Gefahren dieser für sie neuen Welt macht, zeigt Colt ihr die verborgenen, schönen Seiten. Sie verbringen Zeit miteinander, weil sie sich in Gegenwart des anderen, von jetzt auf gleich wohl fühlen. Woran das liegt? Das müsst ihr schon selbst herausfinden.

Das Buch ist... also, zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich nicht so viel erwartet habe. Also, klar, das es gut ist, aber nicht, dass es so gut ist. Es hat mich von jetzt auf gleich in seinen Bann gezogen. Ich habe die meiste Zeit des Buchs über gezittert. Denn Raynes Entscheidung für eine Seite ist in diesem Buch wirklich wichtig. Ich meine, ob sie sich nun für Licht oder Dunkel entscheidet, ist ja auch wichtig. Vielleicht habe ich da auch zu viel darüber nachgedacht. Ich weiß es nicht. Letzten Endes... nein. Lest selbst!
Das hat auf jeden Fall für eine weitere unterschwellige Spannung geführt, die meistens zugegen war. Wann immer Rayne allein unterwegs ist, fürchtet sie und auch der Leser, sich vor der Dunkelheit und davor, dass etwas, oder jemand, aus den Schatten kommen könnte.
Abgesehen davon, dass ich mich mit Rayne sofort wohl gefühlt habe, davon, dass ich die Spannung fast nicht ausgehalten habe und mir die Buchseiten schließlich sogar abfotografiert habe, um weiterzulesen, wann immer ich das Haus verlassen habe, erscheint es mir beinahe unnötig zu erwähnen, dass ich das Buch einfach hervorragend fand. Es hat meine Erwartungen um Längen geschlagen und ich habe mich jeden Mal darauf gefreut das Buch wieder aufzuschlagen.

An Gefahr und Spannung fehlt es nicht. Ein kleines Fünkchen Grusel und Ekel (nicht im Sinne von "ist das eklig", sondern vielmehr, als dass einem die Personen einfach zuwider sind), Trauer - wegen ihrer Vergangenheit - lässt sich nicht leugnen, aber wenn man so fühlt, kann es ja nur gut geschrieben sein. Der Schreibstil selbst ist meiner Meinung nach ebenfalls nicht zu kritisieren und schafft es immer den Spannungsbogen aufrecht zu halten.
Wenn man bedenkt, dass ein Buch, eine Geschichte, eigentlich lediglich ein paar Buchstaben auf ein paar Buchseiten ist, dass grenzt das doch an Magie, findet ihr nicht?
Romantik und Liebe und auch Spannung in dieser Beziehung sind schon allein vom Titel her beinahe selbstverständlich. Colt ist... nun, ich finde Rayne hat allen Grund sich zu ihm hingezogen zu fühlen...
Nebenbei grenzt es aber auch ein bisschen an die Realität. Nicht, was die Magie angeht, aber die Grundidee. Und Rayne muss sich hin und wieder auch mal selbst zu helfen wissen. Denn Colt ist zwar ein Held (in meinen Augen!), aber kein Superman, der immer im richtigen Moment zur Stelle ist, um das holde Burgfräulein zu retten.
Über allem schwebt der Schatten von Raynes Vergangenheit... der vielleicht sogar noch mehr ist als bloß ein Schatten. Die ist auf jeden Fall real. Denn ich schätze, dass das Thema viele anspricht und eben auch in der Realität vorkommt. Leider. Dies ist eine der seltenen Situationen, in denen man sich wünscht, dass Fiktion Fiktion bleibt und die Realität vielleicht nicht ganz so hart ist.

Mehr habe ich eigentlich nicht mehr hinzuzufügen. Denn es hat mir gefallen. Das Buch; es lohnt sich wirklich es zu lesen!
Vielleicht kennt ihr die "Lux-Reihe" von Jennifer Armentrout? Am Anfang und auch zwischendurch hat mich "Soul Mates" daran erinnert. Was für mich auf keinen Fall einen negativer Punkt darstellt, denn es gibt nicht viele Reihen, die mir so gut gefallen haben. Aber trotzdem ist und bleibt "Soul Mates" eine Geschichte für sich. Eine atemberaubende und fantastische Geschichte!
Lediglich das Ende lässt meiner Meinung nach ein wenig zu wünschen übrig. Da es bis April noch ein sehr knappes halbes Jahr ist, finde ich einen Cliffhanger wirklich überhaupt nicht nett. Aber hier ist es so, dass ich hin und wieder schon mal bei Weitem länger warten musste, nach einem viel schlimmeren Cliffhanger.
Von mir bekommt "Soul Mates" also 5 Sterne, die es sich redlich verdient hat.
19.57

Montag, 13. November 2017

LovelyBooks Leserpreis 2017

Hey! Das Wetter ist heute schön kalt, wir ziehen und den Schal enger um den Hals und stemmen uns gegen den Wind und die Eiseskälte... leider noch ohne Schnee. Aber man muss auch die Positive Seite sehen. Solange es keinen Schnee gibt, gibt es auch keinen Schneematsch!

Ich möchte euch heute über eine Aktion auf LovelyBooks informieren.
Wie jedes Jahr steht wieder der Leserpreis an. Den Lesern steht es frei, welches Buch sie nominieren wollen, solange sich die Wahl auf maximal drei Bücher in einer Kategorie beschränkt.

Euch steht es frei, ob ihr ein paar Bücher nominieren und ihnen so eine bessere Chance geben wollt, oder ob ihr einfach nur ein bisschen stöbern wollt. Ich zum Beispiel liebe es, mir die neuesten Bücher anzuschauen, einfach mal Neues zu entdecken. Und den Laptop dann mit vielen neuen Büchern auf der Wuli wieder zu schließen. Aber nicht nur das. Ich stoße auch immer wieder auf meine Lieblinge. Jedes der Bücher erzählt mir seine Geschichte und bei den ganz besonderen schmilzt mein Herz dann schon beim Anblick des Covers.
Solche Momente sind es, wenn ich einfach nicht widerstehen kann und auf "NOMINIEREN" drücken muss!

Aber das Beste daran ist, dass nichts zwingend ist. Man kann sich einen schönen gemütlichen Abend machen, setzt sich auf das Sofa, vor den Kamin und hat am besten bereits einen Block und Stift neben sich. - Für die Weihnachtswunschliste, die dieses Jahr wahrscheinlich wieder besonders lang ausfallen wird!

Zum Leserpreis kommt ihr hierhttps://www.lovelybooks.de/leserpreis/

Freut euch auf einen schönen Ausklang des anstrengenden Montags und beginnt mit den Nominierungen!!! Ich wünsche euch viel Spaß dabei!

Liebe Grüße. Eure Nina!


Sonntag, 12. November 2017

Das Erbe der Macht (#1 und #2)

Hallo ihr Lieben.
Da bin ich mal wieder. In den vergangenen Wochen war hier viel los, aber immerhin habe ich es geschafft ein paar Bücher zu lesen. Beginnen möchte ich heute mich Band eins und zwei von der Reihe "Erbe der Macht" von Andreas Suchanek.

Band 1 - "Aurafeuer"

Der erste Band fängt gleich mit einem spannenden Prolog an und baut dann darauf auf.
Jen ist eine Lichtkämpferin und gemeinsam mit ihrem Freund soll sie einen Routineeinsatz ausführen. Dabei geht jedoch etwas schief und das Erbe ihres Kampfgefährten geht auf Alex über. Alex ist ein stinknormaler Junge. Kommt aus einer hässlicheren Gegend Londons und versucht die Tatsache, dass etwas anderes dort draußen existieren könnte, krampfhaft zu ignorieren. Als Jen ihn findet und ihm erzählt, dass es Magie gibt. Dass es Licht- und Schattenkämpfer gibt und eine Mauer, die all das vor den normalen Menschen verbirgt, glaubt er ihr zuerst nicht. Andererseits hat er keine große Wahl und früher oder später muss er einsehen, dass es Magie gibt, dass es Essenzstäbe gibt (vergleichbar mit Zauberstäben) und, dass es Unsterblichkeit gibt... - wenn ihr wüsstet, wer da alles auftritt...
Doch während Alex eigentlich erst einmal ruhig in die Welt aus Licht und Schatten eingeführt werden soll, legt das Böse kein Schläferstündchen ein. Denn das Gleichgewicht ist außer Kontrolle geraten und nun versucht die Schattenseite den Wall zu zerstören. Um Licht in die Dunkelheit zu bringen. Mit einem gefährlichen Artefakt gelingt es dem besagten und personifizierten Bösen Alex und Jen in eine große Gefahr zu bringen.
Die beiden müssen jedoch glücklicherweise nicht ganz allein gegen die Finsternis und die geplant-aus-dem-Ruder-laufenden-Ereignisse kämpfen, denn sie haben eine Gruppe von Freunden, die versuchen ihnen zu helfen.
Und dann finden sie etwas heraus, über Jen, über die Vergangenheit und eine Kette an Ereignissen, die weder sie noch der Leser an dieser Stelle begreifen kann. Denn es gibt noch eine dritte Sicht der Dinge. Die, die definitiv nichts Gutes plant und die ihren ganz eigenen Plan hat...

Der erste Teil also...
Zuerst einmal möchte ich mich bei Andreas Suchanek bedanken, denn er ließ mir Band eins und zwei zukommen und hat mir damit eine sehr große Freude gemacht! Vielen, lieben Dank.
Dann muss ich zugeben, dass ich positiv überrascht wurde. Das ist überhaupt nicht negativ gemeint und ich hatte ohnehin schon länger geplant den ersten Teil zu lesen, aber ich habe nicht erwartet, dass mir die Geschichte und Storyline so gut gefallen würde!
Auf mich hat es ein wenig wie eine Mischung aus "Harry Potter" und "Chroniken der Unterwelt" gewirkt. Und dennoch ist es eine ganz neue Geschichte. Es gibt viele Geschichten und Bücher in denen es um Magie geht. Magie, die mit und welche, die ohne Zauberstäbe oder Ähnliches ausgeführt wird. Und dies hier ist mal wieder eine völlig neue Art. Auf den ersten Seiten spricht Alex selbst einmal (mit ziemlich viel Sarkasmus) davon, dass es sich um Hogwarts handeln würde. So kam ich erst auf den Gedanken. Es gibt tatsächlich eine Art... Uni, in der die Lichtkämpfer mehr über ihre Magie, deren Vergangenheit und Verbreitung lernen können. Insofern war der Vergleich mit "Harry Potter" doch recht naheliegend. Wer von euch vielleicht auch die "Chroniken der Unterwelt" kennt, weiß, dass in den Instituten auch unterrichtet wird. Außerdem kämpfen die Schattenjäger gegen die scheinbar unerschöpfliche Anzahl an Dämonen. Hier sind es vielleicht keine Dämonen aber auch ein scheinbar aussichtsloser Kampf, an dem auch Jugendliche oder junge Erwachsene teilnehmen.
Trotz meinem schönen Vergleich (denn ich liebe beide Reihen!) ist dies eine ganz eigene Geschichte für sich.
Zu Beginn dieses ersten Bandes war ich noch ein wenig skeptisch, aber es war ein direkter Sprung in die Geschichte und damit auch in die Spannung. Dann normalisierte sich das Ganze erst wieder ein wenig und der Leser bekam die Gelegenheit nachzuvollziehen, was das im Prolog gewesen war und sich in die Charaktere zu verlieben.

Je mehr ich von diesem Band gelesen habe, desto trauriger wurde ich darüber, dass er so kurz ist und, dass ich bisher lediglich die ersten beiden besitze.
Denn die Geschichte ist total spannend geschrieben. Der Spannungsbogen baut sich immer wieder und wieder auf und dadurch, dass aus verschiedenen Perspektiven berichtet wird, ist es möglich, dass die Kapitel immer am spannendsten Punkt enden und erst nach ein oder zwei weiteren Kapiteln weitergehen. Genauso enden dann aber auch Kapitel Nummer zwei und drei, sodass man schließlich verschiedene Fäden in der Hand hält, deren Enden allesamt spannend sind und man sich nicht entscheiden kann, ob man jetzt lieber erst einen zu Ende geführt hätte, oder ob man lieber die Geschichte von dem derzeitigen weitergeführt wissen würde. Es ist wirklich so, dass sich der Spannungsbogen von null aufbaut und dann bis nach ganz oben führt, dort endet und wieder ganz unten beginnt.
Es geht nicht nur um Spannung, Kampf und Krieg, auch, wenn diese Themen definitiv im primären Vordergrund stehen. Aber es geht auch um Familie und Freundschaft und die Schicksale der einzelnen Charaktere. Wann sie erwählt wurden oder wie es ihnen ergeht. Und natürlich auch Liebe, Vertrauen und Verrat. Ich kann euch versprechen, dass es nicht nur im kämpferischen Sinne spannend wird...!

"Das Erbe der Macht" ist die erste Reihe, die ich gelesen habe, bei der es sich wirklich um eine "Serie" handelt. Zumindest im allgemeinen Sinne. Natürlich habe ich schon Bücherreihen gelesen - das wisst ihr ja. Aber ich denke, "Das Erbe der Macht" kann und sollte als Serie gesehen werden. Zumindest beschreibt Andreas Suchanek es so selbst auch seiner Seite. Außerdem gibt es momentan elf Bände (wenn ich richtig informiert bin) und abgesehen von "Harry Potter" kenne ich keine Bücherreihe, die über sieben Bände in einer Reihe hinausgeht... denke ich. Kannte ich. Jetzt schon.

Vielen Danke also Andreas! Ich habe das Lesen des ersten Bandes - und auch des zweiten - sehr genossen! Deshalb gebe ich deinem ersten Band auch 4.5 Sterne. Es war wirklich toll und ich fand es wirklich, wirklich schön, dass ich es lesen durfte. Für den letzten halben Stern fehlte mir noch ein letzter Punkt. Das i-Tüpfelchen, wenn man so will. Ich bin jemand, der zwar auf Fantasy und Spannung abfährt und Magie ist, was das angeht, einfach perfekt, aber ich habe auch nichts gegen ein wenig Spannung in Form von Romantik und...

Nun folgt eine Rezension zum zweiten Band... für die von euch, die den ersten noch nicht gelesen haben:
ACHTUNG SPOILER!
Ich werde mich teilweise auf das Ende des ersten beziehen, also - eure Entscheidung! Aber danke für's Lesen!


Es geht damit los, dass Jen Alex mit zum Essenzstabmacher nimmt, denn Alex benötigt einen Essenzstab, der ja eigentlich von einem Vorgänger an seinen Nachfolger übergeht, was bei Alex aber nicht der Fall war, da dieser zuvor vernichtet wurde. Also müssen sie zum Essenzstabmacher, der ihm einen neuen geben wird. Doch als die beiden dort ankommen, ist das Haus verwüstet und von dem berüchtigten Essenzstabmacher fehlt jede Spur. Sie machen sich auf die Suche nach ihm, doch das ist schwieriger und komplizierter, als gedacht. Es kommt zu Turbulenzen und sie erfahren Dinge über einander, die vielleicht besser verborgen geblieben wären... Kurz gesagt, sie erleben ein Abenteuer zu zweit und auf Zeit.
Zeitgleich versuchen die Lichtkämpfer im Castillo (dem Hauptquartier) herauszufinden, ob es wirklich einen Verräter unter den ihren gibt. Schon als vor all den Jahren die Mauer gebaut wurde, wurden die Lichtkämpfer hinters Licht geführt und von einem der ihren verraten und scheinbar nun erneut. Denn jemand hat das oben benannte Artefakt manipuliert. Sie versuchen nun also herauszufinden, was der Rat davon hält und wo die Hinweise hinführen mögen. Also - wie kaum anders zu erwarten - schmieden sie einen Plan, der Illegalität und Waghalsigkeit beinhaltet. Und außerdem jedweder Moral widerspricht.

In diesem zweiten Band ist es kaum anders als im ersten. Die Spannung wird primär in zwei Teile unterteilt. Da es überwiegend zwei verschiedene Handlungsstränge gibt. Auch hier werden die Spannungsbögen immer wieder von einem anderen unterbrochen, was aber für keinerlei Minderung des Gefesselt-Seins sorgt.
Über dem Teil der Geschichte im Castillo schwebt die dunkle Wolke des möglichen Verrates und man merkt bereits, dass dies weitaus größere Kreise ziehen wird als man auch nur ahnen kann.

Im Gegensatz zu dem ersten Band geht es hier um tiefere Einblicke in das Leben der einzelnen Charaktere. Wenn etwas passiert, weiß man mit einem mal genau, wie schlimm das für den Charakter sein muss, man weiß, dass die Welt über ihm oder ihr zusammenstürzt und kann das nur allzu gut nachvollziehen. Nicht nur wir lernen mehr über die Charaktere, sondern auch Jen und Alex über einander, denn ihr Abenteuer geht ebenfalls auf die Gefühlsebene und fordert von beiden maximales Input. Vertrauen ist wichtig, wenn man sich aufeinander verlassen möchte oder sollte. Wird ihnen das möglich sein...? Und dann ist da noch eine Affäre, von der wir erfahren, die mehr oder weniger wichtig ist für die Geschichte.
So viel zum Thema Freundschaft und Romantik...

Ich war von diesem zweiten Band fast noch begeisterter als vom ersten. Hier findet sich auch ein kleiner Hauch von Romantik. Nicht wirklich viel. Aber für mich genügend. Ich fand die Spannung toll, denn die Charaktere und deren Beziehungen wachsen weiter zusammen oder entfernen sich von einander. Man erfährt weiteres von ihnen und beginnt sie besser zu verstehen. Im ersten Teil schwebten sie 90 Prozent der Zeit nur in Gefahr. Ich meine, es war ein richtiges Spiel auf Zeit.
Hier schweben sie auch in Gefahr. Das steht außer Frage. Aber es ist - vor allem im Castillo - eine unterschwellige Gefahr, die Art von Gefahr, in der man schwebt, wenn... es ähnelt ein wenig "Miss Marple". Eine Situation, in der eine Reihe von Menschen in einem Haus ist. Ein Familientreffen oder ein Hotel... und ein Mord oder Ähnliches geschah und man weiß, dass eine von den 12 oder 20 Personen dort der Mörder ist. Diese Art von Gefahr. Sie wissen, wer es sein kann, können aber schließlich nicht alle ausschließen. Die Art, in der man nicht zwingend jedem vertrauen sollte.
Und gleichzeitig schweben Jen und Alex in reeller Gefahr. Und müssen unwesentlich (Ironie!) aktiver handeln.

Einen letzten Punkt habe ich noch. Und zwar wird zwischendurch, auch im ersten Band, aus der Sicht der Bösen berichtet. Wodurch der Leser den Figuren teilweise wissentlich einen Schritt voraus ist. Auch das ist meiner Meinung nach noch eine ganz neue Art der Spannung. Denn nun muss man tatenlos zusehen, wie die falschen Entscheidungen getroffen werden, oder etwas passiert, was nur passieren kann, weil ihnen ein entscheidendes Puzzleteil fehlt.

Auch dieser Band ist also rundum gut gelungen und zufriedenstellend. Nachdem ich dem ersten Band lediglich 4.5 Sterne gegeben habe, gebe ich hier nun volle 5 Sterne. Vielen Danke für diese tolle Serie, ich freue mich darauf bald viele weitere Bände zu lesen!!!
20.04

Montag, 30. Oktober 2017

Tangofieber

Nachdem ich "The Grey Days - Tangofieber" von Nora Amelie auf Lovelybooks gewonnen habe (...), konnte ich es gar nicht erwarten es anzufangen. Ich war gespannt, wie viel Tango wirklich drin steckt und was es mit dieser Agentur G.o.G. auf sich hatte...

Aber lasst uns vorne anfangen!
Das Buch handelt von Lisa, einer 41-jährigen Frau, die total verrückt nach Torten ist (und gleichzeitig immer versucht diese zu umgehen, was sie in meinen Augen sehr sympathisch macht!). Lisa sieht gut aus, hat ein eigenes Business und ist generell sehr erfolgreich im Leben. Im Leben, aber nicht in der Liebe, denn sie hat einen One-Night-Stand nach dem anderen und ist nicht gerade begeistert darüber. Sie will einen Mann fürs Leben, so wie ihre Freundin Elli, die verheiratet ist und Kinder hat.
Sie erfährt von den "Grey-Days" und ist von der Idee plötzlich total eingenommen. Sie will ein Abenteuer erleben und herausfinden, in welche Richtung ihre sexuellen Neigungen wirklich gehen und wieso sie eigentlich keinen Mann findet.
Ein wenig überstürzt, weil begeistert, bucht sie das Event. Während sie zwischen Freude und Aufregung schwankt drängt sich die Befürchtung in ihr Unterbewusstsein, dass sie gerade sehr viel Geld zum Fenster hinausgeworfen hat.
Das Event wird von der Agentur G.o.G. ausgerichtet und hebt primär in den Vordergrund, was die Frau, die es bucht, eigentlich will und vor allem stellt die Agentur ihr einen ... Coach zur Seite.
Bei der Erstellung von Lisas Profil, damit ihr Coach sie ein wenig kennenlernen kann, bevor sie direkt ein ganzes Wochenende miteinander verbringen, wird ihr die Frage gestellt, ob sie Tango tanzen kann. Klar! Klar kann sie. Lisa tanzt für ihr Leben gern, hat es aus beruflichen Gründen jedoch ein paar Jahre lang eher hinten an, oder vielmehr in den Schatten gestellt. Das ihr nun diese Frage gestellt wird, überrascht sie. Was hat dieses Wochenende mit Tanzen zu tun?!

Das Tanzen wird, entgegen meiner zugegebenen Befürchtung nicht zurück gestellt und spielt im Verlauf des Buchs eine immer größere Rolle. Die Sinnlichkeit und Leidenschaft, die dem Tango zu Eigen ist, liegt ganz klar im Vordergrund und spielt die ... Hauptrolle. Denn das, was ihr Coach, ihr Mr. Grey, mit ihr vorhat, geht weit über die gewöhnlichen Erfahrungen in Sachen Liebe hinaus und versetzt der ganzen Sache so noch einmal einen richtigen ... Kick!

Während die Vorbereitungen für das Wochenende laufen und Lisa damit beauftragt wird, sich einen Coach auszusuchen, schwirren ihr immer wieder Gedanken durch den Kopf. Was, wenn...? Die rote Alarmleuchte, die eigentlich schrill quietschen müsste, bei dem Gedanken jemand völlig Fremden zu treffen und sich ihm hinzugeben, ein ganzes Wochenende mit ihm zu verbringen, sendet zwar ein paar Signale aus, wird von ihr aber effektiv zum Schweigen gebracht. Schließlich will Lisa es nun endlich wissen! Was stimmt mit ihr nicht? Wieso kann sie nicht einfach einen netten Typen finden und mit ihm glücklich werden?
Ob sie die Antwort auf diese Frage nun schlussendlich findet, verrate ich euch natürlich nicht. Auch nicht, ob Alarmglocken denn nun wichtig sind, oder nicht. Lest es einfach selbst!

Ich finde das Buch, die Geschichte überhaupt, überaus gelungen. Es ist spannend und Lisa wird einem bereits auf der ersten Seite sympathisch. Ich musste bereits bei den ersten Sätzen grinsen und hatte Glück, dass es in dem Moment recht laut um mich herum wurde (sonst hätte ich wieder schräge Blicke von der Seite abbekommen!). Mit Witz und viel Humor führt Lisa den Leser langsam tiefer in die Geschichte hinein, lernt Adam kennen, lernt ihr Leben kennen. Ihr ganzes Wesen ist mir sympathisch und während man die Geschichte liest kommt es total rational rüber, wie sie handelt. Klar, vielleicht ein wenig hastig, aber auch das hat so seine Gründe, wie ihr bald herausfinden werdet!

Und dann natürlich - der Tango. Das Tanzen! Ich bin mir nicht sicher, ob ich hier schonmal erwähnt habe, dass ich auch tanze. Lange nicht so... leidenschaftlich wie Lisa bald, aber immerhin, oder? Ich finde es toll, mich zu der Musik zu bewegen und Tango hat so etwas... Schweres, dass auf dich runterdrückt und in die Musik hineinlockt. Leider habe ich noch keinen Tango Argentino getanzt, lediglich den "Normalen", aber der kommt auch nochmal dran!
Das Tanzen und das Erlernen der Schritte ist recht ausführlich geschildert und hat mich dazu verleitet das Buch noch mehr zu mögen!
Die Geschichte schildert Lisas Erlebnisse und der Leser kann gut mitverfolgen, wie sie sich fühlt, was in ihrem Kopf los ist und wie hin- und hergerissen sie tatsächlich ist. Dieses Unentschlossene, das Lisa ein wenig zögern lässt und auch beim Leser eine gewisse Unruhe und Vorsicht weckt, spannt den Spannungsbogen weiter.

Spannung, Liebe, Leidenschaft und Tanzen mit ein wenig Humor - was will man mehr? Ich gebe sehr gerne 4,5 Sterne. Das Buch ist faszinierend, spannend und ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzungen oder auch den "Ersten Band - Die Agentur". Der Grund, weshalb ich lediglich 4,5 Sterne gebe, ist, dass ich eine Figur nicht komplett verstanden habe. Nicht nicht verstanden, aber nicht... sie ist meiner Meinung nach ein wenig im Schatten geblieben (Adam - wer den Namen lesen will, markiert die Stelle einfach blau).
Aber ansonsten habe ich wirklich nichts zu bemängeln. Ich habe mich wirklich gefreut, dass ich das Buch gewonnen habe und lesen durfte und, dass das Tanzen keine kleine Neben- sondern in der Tat eher eine Hauptrolle gespielt hat. Die Leidenschaft und Spannung ist dem Buch auf keinen Fall abzubekennen und gehört als wesentliches Element dazu!
Nora Amelie: Vielen, vielen Dank für diesen tollen Kurzroman! Ich freue mich auf viele weitere!
13.35

Montag, 23. Oktober 2017

Die Frankfurter Buchmesse 2017

Jetzt kommt auch endlich mein Bericht zur Frankfurter Buchmesse 2017. Dieses Jahr war ich das 3. Mal dort, dieses Jahr habe ich mich zuvor als Bloggerin akkreditieren lassen, dieses Jahr war ich Samstag und Sonntag da, dieses Jahr habe ich zwar auch ein paar Termine gehabt, aber nicht annähernd so eine volle Liste wie die letzten Male und dieses Jahr habe ich Jennifer L. Armentrout getroffen. Dieses Jahr war spektakulär.
Das Wesentliche wisst ihr nun also schon. Ich war dieses Jahr als Bloggerin dort, hatte meine eigenen Visitenkarten und konnte meine Zeit dort richtig auskosten! Allerdings war es sehr voll dort. Ich meine, das war es die letzten Jahre auch, aber dieses Jahr war es wirklich sehr voll. Dementsprechend lang waren auch die Schlangen für Autoren wie Cassandra Clare, Nicholas Sparks, Jennifer L. Armentrout, Kai Meyer, Kerstin Gier und viele weitere. Im Vergleich dafür, dass ich zwei Tage auf dem Messegelände zugebracht habe, habe ich erstaunlich wenig Schritte hinter mich gebracht. Aber trotzdem habe ich einiges an Beute gemacht.

Mein Höhepunkt war ganz klar das Treffen mit Jennifer L. Armentrout. Ich habe am Samstag gute 2 Stunden in der Schlange gestanden, einmal komplett um den LYX Verlag herum, obwohl Jennifer Armentrout doch eigentlich bei Harper Collins Germany signiert hat. Wie gesagt, die Schlangen waren lang. Und ich war noch eine von denen, die früh da waren! Das lange Stehen hat sich definitiv gelohnt, denn als ich endlich dort war, hat sie mein Buch genommen und es signiert. Dabei konnte ich noch ein paar Worte mit ihr wechseln und habe gestrahlt wie die Sonne, als sie mir sagte, sie möge meine Kette.
It was amazing! I cannot believe that I've met her!
Am Sonntag dann das zweite Highlight. Das erneute Treffen mit Jennifer Armentrout. Ich hatte zweifelsohne viel zu viele Bücher eingepackt und da man immer nur eins von ihr signiert bekommen hat, habe ich am Sonntag meine englische Ausgabe der Oblivion-Reihe mitgebracht. Hier schrieb sie nur noch ihren Namen in die Bücher. Aber froh war ich trotzdem. Ich bin ihr wirklich sehr dankbar und kann es fast nicht glauben. Außerdem... Jennifer Armentrout hat ganze Arbeit geleistet. Sie war bereits an den Fachbesuchertagen da und meiner Vorstellung nach musste sie auch hier schon einige Bücher signieren. Dann die Signierstunden am Samstag, wo sie bereits eine Bandage an der Hand trug und schließlich noch zwei verschiedene Signierstunden am Sonntag. So eine Ausdauer braucht man erstmal!
But we're all grateful for that!
Am Sonntag war sie zuerst noch im Open Stage, wo ich mir einen Platz in der dritten Reihe gesichert habe und zugehört habe, wie sie zu sich selbst, Daemon, der Lux-Reihe und der kommenden Reihe über Luc interviewt wurde.
I just can't anymore. I was more than happy as any unicorn could ever be!
Danach bin ich dann wieder hinein, weil ich mich bei den Massen, die vor dem Signierzelt draußen anstanden, nicht anstellen mochte, habe drinnen noch ein paar andere Bücher und Lesezeichen gesammelt und bin dann 1 1/2 Stunden zu früh zum Carlsen Stand.

Das nächste Highlight, Nummer 3 also, war die Drachennacht, auf der ich am Samstag Abend mit Isana von Fairytales war. Wir kamen... ein ganz klein bisschen (IRONIE!) zu spät, hatten aber noch so viel Glück, dass sie noch nicht angefangen hatten. Die Drachennacht war wunderbar; zu aller Erst wurden ein paar einleitende Worte gesagt, mit viel Humor, Witz und Charme. Dann gab es einen Poetry-Slam, einen Trailer zu dem Verlag (der mir zumindest das Herz aufblühen ließ!) und eine Lesung von der Autorin Liane Mars aus ihrem Buch "Bin Hexen - wünscht mir Glück!". Dann gab es eine Pause, in der alle - uns mit eingeschlossen - zu den Büchern geströmt sind und ich mir direkt "Bin Hexen" kaufen musste! Man konnte sich ein wenig mit den Autoren und Autorinnen unterhalten, seine neu erworbenen Bücher signieren lassen und schließlich ging es weiter. Mit einer weitern Lesung von der Autorin Sarah Adler aus ihrem Buch "Knochenjob", mit einem Lied aus Arielle und einem netten kleinen Spiel. Es war ingesamt ein gelungener Abend und die Tickets eindeutig mehr als Wert! Ich hatte sehr, sehr viel Spaß und habe mich über jede Aktion, jeden Buchkauf und jeden Programmpunkt gefreut!

Die Drachenmondnacht hat den Samstag, der ein wenig lasch für meine Verhältnisse begonnen hatte, dann wunderbar (Jennifer Armentrout) und schließlich zu einem ziemlichen Reinfall geworden war, doch noch als gelungen gekennzeichnet. Der Tag hatte eindeutig seine Höhen und Tiefen. Der absolute Tiefpunkt war, als die Schlange von Cassandra Clare aufgelöst wurde. Ich stand, dank meiner Eltern, wirklich sehr weit vorne (verhältnismäßig, denn die Schlange ging mehrmals über den kompletten Platz!) und war eigentlich wirklich guter Dinge, dass ich meine Ausgabe von "Lady Midnight" demnächst signiert würde vorweisen können. Dann wurde, vielleicht haben einige von euch schon davon gehört, die Signierstunde abgebrochen, denn von allen Seiten strömten die anderen Enden der Schlange auf den Stand ein, es bildete sich eine neue Schlange und schließlich wurde gedrängelt und geschubst. Denn alle freuten sich so dermaßen, dass Cassandra Clare hier in Deutschland war, dass sie unbedingt und unter allen Umständen ihr Autogramm haben wollten! Leider bewirkte genau das das komplette Gegenteil. Cassandra Clare verschwand zu ihrem eigenen Schutz von der Bildfläche und entschuldigte sich auf Instagram total lieb dafür. Immerhin konnte sie am allerwenigsten dafür... naja, wenn sie nicht so fantastische Bücher geschrieben hätte... aber das kann man ihr wohl kaum zum Vorwurf halten!!!

Auch, wenn das der Reinfall Nummer eins war, kann ich dem Ganzen dann doch noch etwas Positives abgewinnen. In allen Schlangen, in denen ich anstand, sei es nun Jennifer Armentrout die Erste oder die Zweite, Cassandra Clare oder Kai Meyer... ich habe überall total nette Mädels kennengelernt, die zur Abwechslung einmal die Bücher kannten, die ich so liebte, die meine Leidenschaft teilten und die mich nicht schräg und besorgt von der Seite ansahen, sobald ich begann von meinen Lieblingen zu schwärmen!

Reinfall Nummer zwei war viel harmloser, als der erste. Und zwar kam ich am Sonntag trotz ordentlicher Motivation nicht schnell genug aus dem Bett und vom Frühstücksbuffet fort, ich kam zu spät zu Kerstin Giers Schlange, die da schon geschlossen war. Immerhin hatte der Fischer Verlag aus der Aktion bei Cassandra Clares Signierstunde was gelernt und die Schlange nun schön kontrolliert, umgeleitet und nicht in Massen auswachsen lassen. Schade, dass ich zu spät war, war es natürlich trotzdem. Dafür konnte ich dann an der kompletten Schlange vorbeimarschieren, ein paar Worte von Kerstin Gier aufschnappen und ein paar schöne Bilder von ihr machen. Später, in anderen Schlangen, habe ich noch ein paar Mädels getroffen, die mir ihre Bücher von Kerstin Gier gezeigt haben und eine hat mir vorgeschlagen ein Autogramm von ihr zu besorgen, wenn sie in Berlin ist - vielen, vielen lieben Dank! Das wäre so wunderbar!!!

Während ich in der ersten Schlange von Jennifer Armentrout stand, die, die sich einmal um den LYX Stand schlängelte, habe ich mich mit drei Mädchen angefreundet, die allesamt ganz angetan von ihren Büchern waren, mich also mehr als gut verstehen konnten - hoffe ich! In dem Stand vom LYX Verlag fand auch eine Signierstunde statt und da wir direkt daneben standen, also wirklich nur einen knappen Meter, haben wir uns das Buch einmal angeschaut, es uns geholt und dann von dem Autor Bene Schröder signieren lassen. Das Buch "In der Liebe ist die Hölle los" hört sich wirklich toll an und ich bin schon richtig gespannt auf meine eigene Rezension dazu.

Kai Meyer hat auch vom Fischer Verlag signiert, auch am Sonntag, aber diesmal kam ich nicht zu spät, sondern sogar recht pünktlich direkt von der Armentrout-Signierstunde. Ich habe mir das erste Buch seiner "Seiten der Welt"-Reihe gekauft und konnte es erfolgreich signieren lassen. Kai Meyer ist ganz gelassen an die Sache rangegangen und die Schlange wurde ebenfalls pünktlich geschlossen, da jedoch, war ich dann auch schon gar nicht mehr da. Kai Meyer hat, genauso wie Jennifer Armentrout am Samstag, auch noch die Namen der Leser in die Bücher geschrieben und man durfte auch noch ein Foto mit ihm machen. Das war eine der Sachen, die man bei den wenigsten Autoren wegen Überfüllung nicht mehr machen durfte.

Nachdem ich zuvor bei der Drachennacht gewesen bin und mir dort zwei Bücher ("Bin Hexen" und "Räuberherz") geholt und danach nicht mehr genügend Zeit und Geld bei mir hatte, bin ich am Sonntag auch noch einmal zum Drachenmondverlagsstand gegangen und habe mir "Knochenjob" von Sarah Adler signieren lassen. Das Buch hatte bereits bei der Lesung extrem gut auf mich gewirkt, aber wie gesagt wurde meine Zeitspanne zu kurz für einen weiteren Einkauf. Deshalb war ich mehr als glücklich darüber, dass Sarah Adler am Sonntag noch signiert hat und musste mir das Buch, dass seinen Eindruck auf mich über Nacht mit Sicherheit noch einmal verdoppelt hat, unbedingt kaufen!

Was also meine Beute von diesem Jahr angeht, so fällt sie keineswegs klein oder mickrig aus.
Neben den sechs Büchern, die ich mir gekauft habe, habe ich an jedem nur möglichen Stand nach interessanten Leseproben und Vorschauen gegriffen. Ich habe einige Autogramme und unglaublich tolle Fotos abgestaubt und bin ganz hin und weg.
Das einzige Problem wird nun sein, die Bücher alle so schnell zu lesen, wie ich es gerne würde und, dass die anderen nicht eifersüchtig werden... (Mir geht es gut!)
Also: Auf Wiedersehen Frankfurter Buchmesse, das Jahr 2017 hat sich definitiv gelohnt! Danke!!!
16.31

Sonntag, 22. Oktober 2017

Der Schattenmann - Eine wunderbare Freundschaft

Bevor ich euch erzähle, was ich vor einer Woche alles auf der Frankfurter Buchmesse 2017 abgestaubt und Spannendes erlebt habe, muss ich euch vorher unbedingt noch von einem Buch berichten, das ich auf LovelyBooks gewonnen habe.

Das Buch heißt "Der Schattenmann - Eine wunderbare Freundschaft" von Jasmin Bornemann und ist vielmehr eine Kurzgeschichte auf knappen 80 Seiten (in der Form des E-Books, die ich habe).

Es handelt überwiegend von den beiden Protagonisten. Dem Schatten und dem kleinen Mädchen, Mia. Der Schatten wacht gewissermaßen in einer dunklen Höhe auf und erschreckt sich selbst zu Tode, als er erkennt, dass er komplett und vollkommen aus dunklen Schatten besteht, abgesehen von seinen durchdringenden, roten Augen. Er sucht und findet einen Weg aus der Höhle hinaus und findet sich auf einem Hügel nahe eines Waldes und eines Spielplatzes wieder.
Ein wenig scheu den Menschen und vor allem den Erwachsenen gegenüber versteckt er sich im Unterholz und beobachtet die Kinder beim Spielen. Tag für Tag und ein wenig sehnsüchtig versucht er sich zu überzeugen aus seinem Versteck hinaus zu kommen, dennoch ist ihm klar, dass Menschen gegenüber Fremdem und Dunklem immer feindselig reagieren. Deshalb bleibt er dort. Doch ein Mädchen sieht ihn und ohne überhaupt Angst zu zeigen winkt es ihm freundlich und offen zu.
Dieses kleine Mädchen ist etwas vollkommen Besonderes für den Schatten, der sonst völlig ängstlich und furchtsam gegenüber den Menschen ist. Er weiß, dass Anderssein Menschen Angst macht und, dass dieses Mädchen schon etwas ganz Besonderes sein muss.
Während das Mitleid für den Schatten im Leser wächst, weil er keinerlei Ahnung nach dem wieso, weshalb und warum hat, begegnet dieses Mädchen ihm ohne jegliche Vorurteile, ganz so, wie es kein Erwachsener mehr könnte.
Der Schatten und Mia lernen sich im Laufe der Zeit immer besser kennen und Mia verbringt erstaunlich viel Zeit alleine im Wald. Dass da noch ein anderer Hintergrund hinter steckt, erfährt der Leser spätestens als das erste Mal aus Mias Sicht geschrieben wird. Denn natürlich kommen auch Mias Eltern in dem Buch vor, kein junges Mädchen, das gerade am Beginn seiner Schulzeit steht, kann den ganzen Tag allein im Wald verbringen. Nachdem Mia und der Schatten Tag für Tag alleine im Wald sind geschieht natürlich irgendwann etwas, was den Leser aufhorchen und zusammenzucken lässt. Etwas, wofür sich die ständige unterschwellige Spannung mehr als gelohnt hat.

Die Frage, die sich natürlich jedem Leser als allererstes stellen wird, ist bestimmt die, weshalb dem Schatten passiert, was ihm passiert und warum er so aussieht, wie er aussieht. Um ehrlich zu sein, war das die Befürchtung, die ich die ganze Zeit mit mir herumgetragen habe. Dass der Schatten es nie herausfinden wird. Letztendlich verdrängt er den Gedanken nämlich so gut es geht, was mir persönlich ein wenig zu denken gab. Der Schatten schafft es zu Beginn die Ruhe zu behalten, soweit man das so nennen kann; ich an seiner Stelle wäre total ausgeflippt! Aber der ruhige und freundliche Charakter des Schatten, der einfach so lieb ist, dass man sich beinahe gar nicht vorstellen kann, dass seine Gestalt eine mögliche Bestrafung darstellen könnte oder eine Form von Karma (Die Idee, die mir mehrmals kam...), erlaubt es dem Schatten zuerst einmal herauszufinden, wo er sich befindet. Der Schatten ist wahrscheinlich menschlicher, als manche Menschen.
Mia ist ihm meiner Meinung nach recht ähnlich, mit ihrer kindlichen Offenheit und Unschuld lächelt sie einem Fremden zu - eigentlich etwas, was typisch naiv für Kinder ist. Aber zu ihrem Glück gerät sie ja an einen freundlichen Fremden, der ihr auch nicht lange fremd bleibt. Die beiden sind wie für einander geschaffen, haben beide etwas, was sie innerlich oder optisch von den anderen Menschen trennt und das fügt sie zusammen. Sie helfen einander und heitern sich gegenseitig auf. Ein Mädchen, das noch nicht genug über die Welt und ein Schatten, der nicht genügend über seine eigene Persönlichkeit weiß.

Es ist ein Buch, das vor allem davon handelt, dass es auf die inneren Werte ankommt und nicht darauf, was man im ersten Moment denkt. Die Lehre, die sich für den Leser meiner Meinung nach daraus ergibt ist, dass man nicht nach Vorurteilen und optischen Eindrücken handeln sollte.

Die Geschichte hat mir wirklich gut gefallen, da sie süß und niedlich und verzückend und dennoch irgendwo auch eine gewisse Spannung aufbaut. Allerdings gibt es auch ein paar Kleinigkeiten, die ich zu bemängeln hätte, oder die mir beim Lesen seltsam ins Auge gestochen haben. Zum Einen wäre da die Tatsache, dass der Schatten es schafft einfach so aus der Höhle zu laufen und die Frage nach dem Warum erst einmal verdrängt. Zum Anderen wäre da noch die Tatsache, dass die Tage und Kapitel in der ersten Hälfte des Buches irgendwann ein wenig zu verschwimmen beginnen und ich mich zumindest gefragt habe, was denn wohl als nächstes passieren mag und vor allem, wann wieder etwas passieren mag! Auch noch ein paar andere Sachen, die hier aber zu viel verraten würden, erschließen sich erst beim zweiten Mal lesen. Andererseits... es ist doch eigentlich etwas Positives, wenn ein Buch oder eine Geschichte sich anders entwickelt, als man es sich vorgestellt hat, oder? Ein paar spannende und unerwartete Wendungen erheitern das Lesen doch!
Noch ein Punkt. Und zwar das Ende. Es ist... ohne zu viel verraten zu wollen, ganz anders, als man noch zwei Kapitel vorher erwarten würde, denn eine traurige und düstere Note mischt sich hinein.

Ich gebe dem Buch also 3 Sterne, für eine süße Geschichte, die den Leser zwar in ihren Bann zieht, aber nicht in dem Maß fesselt, dass man es nicht noch beiseite legen könnte. Es ist eine schöne Geschichte, damit man lernen kann, dass Aussehen nicht alles ist und um Zeuge einer wahren Freundschaft zu werden!
19.15