Montag, 18. September 2017

Rush of Love - Verführt

Das Buch "Rush of Love" von Abbi Glines ist der erste Teil einer Reihe... und glaubt mir, hier muss noch ein Buch folgen!

Die Geschichte handelt von Blaire. Einem Mädchen, das wortwörtlich alles verloren hat. Wirklich! Um die Arztrechnungen von nach dem Tod ihrer Mutter zu begleichen, verkauft sie ihr Haus und ruft ihren leiblichen Vater an.
Dieser hat sie und ihre Mutter vor einigen Jahren verlassen und Blaire hasst ihn. Jetzt ist er ihr einziger Ausweg und erlaubt ihr, beim ihm unterzukommen, bis sie genug Geld für eine eigene Wohnung gespart hat.
Als sie jedoch dort ankommt, direkt am Meer, an einer riesigen Villa, aus der laute Partystimmung zu hören ist, stellt sie überraschend fest, dass das Haus gar nicht ihrem Vater gehört. ihr Stiefbruder lässt sie bei sich wohnen, in einem kleinen "Zimmerchen" oder vielmehr "Schränkchen" hinter der Speisekammer. Er lässt sie immer wieder spüren, dass sie alles andere als willkommen ist und, dass er sie lieber überhaupt nie kennengelernt hätte. Er ist kalt und abweisend und damit für Blaire immer unwiderstehlicher. Denn - wie könnte es anders sein? - er sieht einfach unglaublich aus!
Blaire weiß, sie muss nur so lange bei ihm wohnen, bis sie sich eine kleine Wohnung irgendwo leisten kann, dann würde sie abhauen und diese ganze Verwirrung hinter sich lassen. Zum Glück findet sie schnell einen Job, der ihr sogar ein wenig Spaß macht und mit dessen Hilfe sie viel schneller aus Rosemary entkommen könnte, als gedacht. Dort lernt sie auch Woods kennen. Ebenfalls gutaussehend. Ebenfalls reich. Aber im Gegensatz zu Rush (ihr Stiefbruder) nett, freundlich und aufmerksam ihr gegenüber.
All das mag ja schön und gut sein und auch, als Blaire sich dort einlebt findet sie immer mehr Freunde - männlich wie weiblich -, die etwas mit ihr unternehmen und sie in ihrer Mitte mehr oder weniger willkommen heißen. Doch sie merkt auch, dass etwas an all dem nicht stimmt. Hin und wieder verstummt plötzlich jemand, schaut sie groß an, oder will partout nicht weitersprechen.

Das Buch ist atemberaubend. Es ist wunderschön, süß und heiß. Und dünn. Viel zu dünn für meinen Geschmack. Das Ende ist - das muss ich euch jetzt als allererstes sagen! - anders, als man es erraten würde und... naja, auch Abbi Glines war offensichtlich der Ansicht, dass 230 Seiten einfach zu wenig sind. Deshalb folgt, wie nicht anders zu erwarten, ein Cliffhanger!

Aber bis zu dem Ende ist das Buch richtig gut! Es ist spannend, aufregend...
Blaire trifft auf viele neue Leute, die ihr genauso unbekannt sind, wie dem Leser auch. Wir lernen sie also alle erst gemeinsam mit Blaire kennen. Versuchen sie einzuschätzen, beginnen gewisse Personen zu hassen, über sie den Kopf zu schütteln oder Blaire sagen zu wollen, dass sie sich mal beherrschen soll. Aber die meiste Zeit über ist Blaire ein Mädchen, das man aus seinem tiefsten Inneren heraus verstehen kann. Und... ja. Ihr Leben war nicht einfach und ist es sicherlich noch immer nicht.
Keiner will es ihr wirklich einfach machen, weshalb sie immer weiter kämpft. - Und im Kämpfen ist sie gut!
Rosemary-Beach ist eine Gegend, in der es wichtig ist, wer arm, wer reich und wie viel Geld dein Gegenüber hat. Als Blaire dort ankommt und wirklich nichts hat, außer die Klamotten am Leib, einen Truck und ein kleines Köfferchen, wird sie selbstverständlich erst einmal komisch angeschaut. Und dann wäre da auch noch die Sache mit dem Geheimnis, dass alle zu kennen scheinen, bis auf sie. Sie passt nicht in Rushs Freundeskreis und auch nicht zu den anderen Schicki-Micki-Mädels und -Jungs. Es ist einfach so, dass in Alabama alles anders war, als dort, wo Blaire sich jetzt befindet.

Das Buch hat Humor, Romantik, Liebe und Trauer. Wut. Naja. Ich würde sagen, dass dem Buch nicht viel fehlt. Der Schreibstil ist wundervoll, die Geschichte traumhaft, sodass man sich fast - fast! - wünscht an Blaires Stelle zu sein. Aber eben nur fast.

Ich. Naja. Das Buch habe ich auf dem Rückweg aus dem Urlaub in einem Reisebus gelesen. Als meine Freundin die Rosinen haben wollte und begann, die Packung vorsichtig aufzureißen, schnappte ich sie ihr aus der Hand und riss kräftig daran. In Gedanken zum einen noch definitiv zu sehr mit dem Buch beschäftigt und zum anderen fest davon ausgehend, dass schon nichts passieren würde... nun. Es kam, wie es kommen musste und die Rosinen-Packung ist EXPLODIERT. Das Ende vom Lied war, dass ich die letzten zehn Seiten unterbrechen und die Rosinen aufsammeln musste. Glaubt mir, ich hätte mir Schöneres vorstellen können, als Rosinen von einem dreckigen Boden zu wischen und von unserem freundlichen Vordermann Hände voll Rosinen zurückgereicht zu bekommen. Andererseits... wahrscheinlich seid ihr nicht so blöd und erschreckt die Leute in einem Bus mit Rosinen, die plötzlich auf sie niederregnen.
Was ich damit aber eigentlich sagen will: Das Buch weckt die Emotionen wirklich gut, denn ja, auch die Tränen sind noch geflossen. Und diese Geschichte, bei der ich wirklich gern im Boden versunken wäre, ist definitiv ein Beweis und keineswegs übertrieben!

Dieses erste Buch ist also, alles in allem, wundervoll, spannend; denn dort ist noch das Geheimnis, dass ihr niemand verraten mag, und spannend, wenn es darum geht, dass sie mit einem gut-aussehenden Jungen, der sie reizt, und abweist, in einem Haus wohnt, dass sie einen anderen kennenlernt, dass sie sich in einer Gesellschaft wiederfindet, die so ganz anders ist, als die bisher gekannte und die sie nicht so richtig willkommen heißen will. Außerdem ist es romanisch, denn klar, ich meine, es geht ums Zusammenwohnen, den Nervenkitzel... und das Kennenlernen seines eigenen Lebens (...).
Und ja, lustig, humorvoll. Ich bin eine von denen, die gern auch mal bei Büchern loslacht, laut und sich komische Blicke von den Menschen drum herum einfängt. Dieses Buch ist sicherlich keins von denen, die absichtlich Witze reißen, aber dennoch fehlt der Humor hier nicht und man bekommt auch Gelegenheit zu lachen. Es ist also kein Klamauk, sondern einfach nur Witz und Humor.
Ich gebe dem Buch 4 Sterne. Es wären 5 geworden, minus den Cliffhanger.
Ich wünsche euch ganz viel Spaß beim Lesen!
17.39

Sonntag, 10. September 2017

Der kleine Laden der einsamen Herzen

Hallo, ihr Lieben! Wie geht es euch? Habt ihr die Ferien oder den Urlaub genossen? Ein wenig Urlaubslektüre verschlungen?
Es mag ja fade klingen zu sagen, dass es mir leid tut, dass ich mich so lange nicht mehr gemeldet habe. Nichts geschrieben habe. In der Tat waren es tatsächlich zwei Monate, die ich nicht dazu gekommen bin. Aber - glaubt mir! - es tut mir wirklich leid!
Jedes Mal, wenn ich einen Post veröffentliche, freue ich mich. Sehr, denn ich kann euch so mitteilen, wie mir ein Buch gefallen hat! Ich kann es euch weiterempfehlen und wenigstens in der Vorstellung schweben, dass ihr die Bücher wirklich lest! 😉
Dazu bin ich in den letzten Wochen nicht gekommen und habe schon ein wirklich schlechtes Gewissen!!! - Dafür habe ich jetzt einige Bücher auf Lager, von denen ich euch berichten kann und werde!
Angefangen mit "Der kleine Laden der einsamen Herzen" von Annie Darling.

Dieses Buch dreht sich um Posy, eine junge Frau, die gemeinsam mit ihrem einige Jahre jüngeren Bruder über einer Buchhandlung lebt. Ihre Eltern sind vor ein paar Jahren gestorben und seitdem ist sie das Vormund ihres Bruders. Als die Besitzerin der Buchhandlung stirbt und sie sie erbt ist Posy völlig von den Socken: Nie im Leben hätte sie damit gerechnet!
Doch der Laden verdient und benötigt eine dringende Renovierung - und die will Posy ihm auch geben! Ein Laden, der nur Liebesromane mit Happy Ends verkauft. Ein Laden, der sich durchweg dem auf und ab von romantischen Beziehungen widmet. Ein Laden, der völlig neue Möglichkeiten eröffnet und in dem sich der begeisterte Leser wohlfühlt.
Doch eine Sache - oder besser ausgedrückt: jemand - legt ihr immer wieder Steine in den Weg, will ihr nicht zuhören und sich selbst den Laden unter den Nagel reißen. Dieser Jemand heißt Sebastian und ist der Enkel der verstorbenen Besitzerin.
Neben all seinen negativen Eigenschaften, die sogar die Zeitungen Londons verlauten lassen und ihn den "unverschämtesten Kerl Londons" nennen, sieht er einfach verboten gut aus... und irgendwo muss Posy ihren Frust über diesen großspurigen, angeberischen ... Kerl! einfach loswerden. Deshalb beginnt sie eine Geschichte zu schreiben: "Der Wüstling, der mein Herz stahl".

Das Buch ist ein typisches und vor allem klassisches Urlaubsbuch, dass man gut in eine Decke eingemummt an einem verregneten Sommertag lesen kann. Es spielt in London, im Herzen dieser einzigartigen Stadt und bringt sie dem Leser auf eine völlig andere Art, als die neuerdings so beliebte "Moderne" entgegen.
Und. Und das Buch würde selbst ganz gut in Posys Idee von Buchhandlung passen.
Der Anfang ist, wie könnte es anders sein, schließlich erbt Posy den Laden ja, gespickt mit ein wenig Trauer, aber da man selbst, als Leser, die Besitzerin überhaupt nicht kannte, ist das nur halb so schlimm. Umso größer ist die Aufregung, die Posy ohne Weiteres auf den Leser übertragen kann, bei dem Gedanken, eine Buchhandlung zu erben und neu zu eröffnen. (Ganz ehrlich... Wer würde denn nicht gerne über einer Buchhandlung leben und sie ab sofort sein Eigen nennen?!)
Das Einzige, was das Glück ein wenig trübt, ist Sebastian. Ab sofort und von Beginn an hegt man einen Hass gegen ihn, einen Groll, denn er ärgert, triezt und reizt Posy, bis man ihm selbst gerne mal eine verpassen würde!
Da kann man Posy dann doch ganz gut verstehen, dass sie ihrem Frust Luft lassen muss. Und ihr Ventil ist eben die Tastatur an ihrem Laptop (ich bin sicher, dass das viele von euch vielleicht kennen...?). Diese Geschichte, die sie schreibt, wird - entgegen meiner Befürchtungen, aber zu meinen Hoffnungen - tatsächlich abgedruckt. Das heißt, wir wissen, was Posy da verzapft und können uns über diese kleine Geschichte in der Geschichte freuen!

Wie schon gesagt ist das eins der Bücher, die in einen Laden passen würden, in dem viele Bücher mit Happy Ends verkauft werden. Es ist ein Buch, dass sich locker und leicht lesen lässt und dass sogar die ein oder andere überraschende Wendung bereit hält. Aber es ist auch ein Buch, von dem man nicht erwartet, dass es einen völlig überraschenden Cliffhanger bereithält.
Wie schon gesagt; es ist eine Urlaubslektüre zum Entspannen!

Ich habe es aber sehr genossen, dieses Buch zu lesen. Auch, wenn ich mich gleich zu Beginn selbst gespoilert habe (das kann auch nur mir passieren!). Wenn ihr die Print-Ausgabe habt und lest, passt auf jeden Fall auf, wenn ihr nach hinten blättert, am besten blättert ihr gar nicht erst nach da! Das Buch hat gute 390 Seiten, aber blättert nicht nach hinten, bevor ihr nicht bis dort gelesen habt!!! Bitte!😇

Das Buch enthält auf jeden Fall Liebe. Sowohl in der Form, an die man jetzt als erstes denkt, als auch in Form von Freundschaft und Familie. Und. Vor allem. In Form von Obsession. Bücherobsession! Denn Posy liebt Bücher genauso sehr wie ich. Sie ist zwischen den Seiten von Stolz & Vorurteil aufgewachsen und nie wieder zurückgekehrt. Sie lebt in Bücherwelten und findet sich dort mindestens so gut zurecht, wie jeder einzelne von uns! Und noch besser: In diesem Buch geht es nicht nur um Posy oder ihren Bruder, oder Sebastian. Nein! Es geht darum, wie sie die Buchhandlung zu neuem Leben erwachen lässt. Es geht um ihre Freunde und Mitarbeiter, die plötzlich ihre Angestellten sind und vor allem geht es darum, wie sie welche Bücher in die Regale einsortiert. Es gibt Anspielungen und Sätze aus bestimmten Büchern.
Und allein dafür liebe ich dieses Buch!
Ich liebe dieses Buch wegen seiner Grundlage auf so vielen Büchern, die alle kurz erwähnt werden!
Okay. Eine kurze, aber pregnante Vorstellung: Ich habe diesen Blog. Und ich liebe Bücher. Und wahrscheinlich - oder hoffentlich! - ist euch allen klar, dass ich verrückt nach Büchern und Lesestoff bin. So auch meinen Freunden und Freundinnen. Als ich dieses Buch gelesen habe, war ich im Urlaub mit einer meiner allerbesten Freundinnen. Und immer, wenn ich das Buch erwähnt habe, oder den Inhalt, dass es darin um Bücher geht... naja. Ihre Reaktion fiel hauptsächlich so aus, dass sie meinte, dass dieses Buch ja absolut passend für mich ist.
Denn, so hoffe ich zumindest, ich ähnle Posy wenigstens in der Hinsicht, dass ich ihre Bücherleidenschaft teile!
Was die Spannung in diesem Buch angeht, so ist euch wahrscheinlich schon klar, dass es davon nicht allzu viel gibt. Klar. Aber es gibt sie. Es ist nicht so, wie in einem Agatha Cristie Roman, oder Stephen King, aber definitiv hat auch dieses Buch so seine Gründe, weshalb man besser mit dem Buch sitzen bleibt!
Zum Einen wäre da nämlich die Tatsache, dass Sebastian den Laden gerne selbst gehabt hätte und zum Anderen, dass er Posy einfach nur auf die Nerven geht. Es gibt noch mehr Kleinigkeiten, aber ich habe ohnehin schon die Befürchtung, dass ich euch viel zu viel verraten habe... Das Wichtige, was ihr wissen müsst, ist doch das:
Das Buch lohnt sich zu lesen, für jeden, der Bücher liebt, der Liebesgeschichten verschlingt und der gerne einfach einmal ein nettes Buch lesen möchte. Und trotzdem lässt sich dieses Buch ab einer bestimmten Stelle nicht mehr aus der Hand legen und man möchte nur noch weiter und weiter und weiter lesen!📚

Bevor ich jetzt zur Sternchenvergabe komme, noch eins:
Ich finde es immer sehr schön, wenn zwei Charaktere sich in einem Buch immer mal wieder an die Gurgel gehen, sich übereinander aufregen und dann noch mehr und immer mehr weiter necken... Ich weiß, dass das vielen schnell zu viel wird, deshalb solltet ihr euch vielleicht schon einmal darauf einstellen. Denn gerade in diesem Buch dauert es und wurde auch mir schon fast ein bisschen viel.

Aber nun: Das Buch, das meiner Meinung nach, außer diesem einen klitzekleinen Pünktchen nichts aufzuweisen hat, dass der Bewertung irgendwie Schaden zufügen könnte. Dieses Buch, das sowohl Liebe und Romantik und Bücherleidenschaft enthält. Und, das man irgendwann nicht mehr aus der Hand legen mag. Und, das ab sofort zu meiner doch recht langen Liste an Lieblingsbüchern zählt, verdient 5 Sterne!🌟

Ich wünsche euch jetzt noch ganz viel Spaß beim Lesen, denn genau das werde ich jetzt auch gleich tun, und einen schönen und sonnigen Sonntagnachmittag! Und ich verspreche euch, dass ich sobald wie möglich vom nächsten Buch berichten werde!
14.01

Sonntag, 25. Juni 2017

Plus Size für die Liebe - Seelenreise #3

Seit ein paar Tagen ist der dritte Band der Seelenreise-Reihe draußen. "Plus Size für die Liebe" von Kari Lessír handelt von Christianes bester Freundin Mia. Bereits in den vorherigen Büchern hat die etwas fülligere Mia eine mehr oder weniger große Rolle gespielt und nun dreht sich dieser Band hauptsächlich um sie.

Mia ist von Grund auf der rationale Typ. Im Gegensatz zu Christiane, die sich in jeder Situation auf ihre Gefühle verlassen kann, überlässt Mia die Arbeit ihrem Verstand. Auch schon in dem ersten und zweiten Band ist deutlich geworden, wie wenig sie eigentlich von der ganzen Engel- und Drachengeschichte hält.
Jetzt tritt sie ihren neuen Job im Fitnessstudio an. Wer sich von euch vielleicht noch erinnert - Christianes Chef hatte einen Unfall und liegt im Krankenhaus. Mia ist nun seine Vertretung. Als sie bei ihm im Krankenhaus vorbeischaut, um den Vertrag und ein paar andere Dokumente unterzeichnen zu lassen, traut sie ihren Augen kaum. Optisch ist Daniel das komplette Gegenteil von Mia. Gutaussehend und durchtrainiert. Ein absoluter Hingucker und Frauentraum. Zu blöd nur, dass Mia jetzt seine Angestellte ist, aber so jemand wie Daniel hätte doch ohnehin nie Interesse an ihr... oder?
Als sie sich immer mehr von seinen blauen Augen in den Bann ziehen lässt und sich schließlich sogar schon einzubilden scheint, dass er tatsächlich Interesse an ihr hat, entdeckt sie ein Foto auf seinem Nachttisch. Darauf ist eine Frau mit einem kleinen Jungen im Arm abgebildet. Mias Gedanken spielen verrückt. Fragen wie "Wer ist sie?", "Ist er etwa verheiratet?" und "Was zum Teufel interessiert dich das, Mia?" schießen ihr durch den Kopf. Zwar war ihre Barriere, was das Verhältnis zwischen Arbeitgeber und Angestellter angeht, bereits ins Wanken gekommen, bildet sich aber schnell neu und gewährt Mia so die Möglichkeit sich in ihr Schneckenhaus zurückzuziehen.
Ohne den Kontakt zu Daniel weiter zu suchen vergräbt sie sich Zuhause oder bei Christiane und hat plötzlich ganz andere, neue Erlebnisse. Über ihre Trauer hinweg hört sie eine Stimme in ihrem Kopf. Als sie bereits Schlimmeres zu befürchten beginnt, erklärt diese ihr, sie wäre ihr Engel und wolle ihr Herz wieder zum Schlagen bringen. Das kann doch gar nicht sein, oder? Engel gibt es nicht. Noch nie zuvor hat sie einen gesehen und es ist ganz sicher nicht wissenschaftlich bewiesen! Außerdem versucht sie doch gerade ihre Gefühle unter einem Berg an Arbeit zu begraben!
Die Fragen, die sich beim Lesen nun stellen sind: Wird Mia ihr eigenes glückliches Happy End noch finden? Und zu sich selbst finden?

Das ist keineswegs alles. Das Buch ist gespickt mit Erfahrungen, Erlebnissen - wunderschön und beängstigend zugleich.
Die Beziehungen der Charaktere zueinander gehen noch viel weiter in sich auf, verstricken sich ineinander, bis man sich als Leser selbst kaum noch durch das Wirrwarr an Gefühlen und Hoffnungen wurschteln kann. Aber die Charaktere entwickeln auch ein wirkliches Eigenleben, mal beweisen sie großen Mut, mal tun sie genau das, was jeder andere Mensch auch tun würde: Sich vor Trauer auf dem Sofa zusammenrollen.
Da das Buch aus verschiedenen Perspektiven geschrieben ist, weiß der Leser immer ein wenig mehr als die Protagonisten selbst. An sich eine wirklich schöne Eigenschaft an Büchern, dass man nicht immer nur im Dunkeln tappt, so wie in der Realität... aber wenn die Personen immer aneinander vorbeireden oder -laufen, wenn sie einfach immer genau das Falsche tun, zumindest für die Augen des Lesers... nun, das ist ein wirklich guter Grund weiterzulesen, denn nur so erfährt man letztendlich, wie blöd man sich selbst vielleicht manchmal verhält und ob es ein Happy End vielleicht auch im wirklichen Leben geben kann.
Auch Christianes und Patricks Beziehung entwickelt sich noch weiter, sie sind nicht gänzlich außen vor gelassen, selbst, wenn sich die Geschichte hauptsächlich um Mias Leben geht. Aber darin spielen eben auch Christiane und Patrick ihre ganz eigene, wesentliche Rolle. Ihre Präsenz wird im Laufe des Buchs immer ein wenig wichtiger, sowohl die von Christiane als auch die von Patrick - vor allem Mias Beziehung zu Letzterem. Auch daran erinnert ihr euch vielleicht noch aus dem letzten Band? Mias Vorurteile, die auch in diesem Buch noch nicht ganz verschwunden sind? Nun, auch die treten hier noch einmal in den Vordergrund.

Wie in jedem richtig guten Buch gibt es auch hier einen Bösewicht, gut, das mag vielleicht etwas zu harsch ausgedrückt sein... es gibt jemanden, der alles versucht zu verhindern, was sich aufbaut und jemanden, den man vom ersten Moment an gründlich zu hassen beginnt. Glaubt mir, diesen Namen werde ich immer mit diesem Buch in Einklang bringen!
Mia ist, wie bereits erwähnt, ein wenig... moppelig. Nun, zumindest wurde sie in meinen Augen in den ersten beiden Bänden so beschrieben. In diesem dritten Teil wird deutlich, dass ich da wohl etwas falsch verstanden habe. Mia ist übergewichtig - und nicht zu knapp. Dem ist sie sich auch bewusst und sie bemüht sich verzweifelt weniger zuzunehmen. Ohne allerdings Sport zu machen. Davor scheut sie sich und auch die Tatsache, dass sie neuerdings in einem Fitnessstudio arbeitet ändert nichts daran. Das ist ihr letztes Laster. Offenbar hat sie einige, und sie alle werden in diesem Buch näher unter die Lupe genommen.
In meinen Augen macht auch das sie nur noch mehr zu einer realen Person. Immerhin hat jeder Mensch seine ganz eigenen Fehler!

Das Buch hat mir wirklich gut gefallen - super gut!
Der Anfang, die Mitte und das Ende. Alles passt super ineinander und erschließt sich nach und nach in dem richtigen Tempo. Die Beziehungen der Charaktere und die Charaktere selbst passen wie gesagt wie die Faust aufs Auge, einfach klasse zusammen!
Die Geschichte hat ganz klar Spannungen: "schafft sie es?", "was um Himmels Willen tut sie jetzt?"... nicht umbedingt die Spannung eines Aktion-Thrillers, aber auf ihre eigene Art und Weise fesselnd. Und... ihr wisst ja, ich mag es gern auch mal etwas romantischer. Gut, vor Gefühlen scheut sich Mia noch, aber immerhin wird das Thema trotzdem darauf gebracht!
Auch Humor kommt irgendwo in diesem Buch vor. Meistens zwar etwas versteckt, aber auf jeden Fall ist er da. Ohne jeden Zweifel.😉  Und diese Szenen sind meistens nicht nur lustig, sondern auch noch schön oder supersüß geschrieben... (Ich muss dabei vor allem gerade an ein Beispiel mit "Chili Con Carne" denken... naja, ihr werdet wissen, welche Stelle ich meine!)
Und auch die typischen, flüchtigen und toll beschriebenen Momente mit den Engeln, dem Schamanischen und dem Tiefgründigem werden keineswegs zu viel, sondern erschienen mir eher wie... kleine Inseln, die irgendwie losgelöst von dem eigentlichen Buch, der eigentlichen Geschichte sind... naja, die Mia eben irgendwie eine Art Freiheit geben... oder so ähnlich?!
Eine Frage ist in diesem Zusammenhang noch offen geblieben - wirklich die einzige, was dieses Buch angeht - und soweit ich weiß, werden wir uns schon bald auch einen kleinen Folge- oder Zwischenband freuen können?! - Zumindest entspräche das meiner Hoffnung, ich will euch nichts Falsches sagen!
Das Einzige, was mir also wirklich etwas seltsam erschienen ist, was sich aber gegen Mitte oder Ende irgendwohin ins Nichts verabschiedet hat, war die Tatsache, dass ich mir Mia nie so füllig vorgestellt habe, wie sie hier nun beschrieben wurde. Aber keine Sorge, das ist wirklich der einzige kleine Haken, den ich gefunden habe - und, wie gesagt, er verschwindet je mehr man von dem Buch liest!
😳
Also noch einmal: Danke, Kari für dieses wunderbare Buch und, dass ich es Probelesen durfte!!!
Und euch anderen wünsche ich ganz viel Spaß beim Lesen dieses Buchs, dem ich 4 Sterne gebe! 
14.13😍

Und euch 

Mittwoch, 14. Juni 2017

Never Never

Viel zu lange schon habe ich nicht mehr geschrieben!
Schon seit über drei Wochen wartet mein Blog darauf, dass ich euch von den Büchern berichte, die ich zwischen all dem Stress der letzten paar Wochen gerade so noch lesen konnte.

Fangen wir mit der Trilogie "Never Never" von Colleen Hoover und Tarryn Fisher an.

Das erste Buch beginnt damit, dass sowohl Charlie (ein Mädchen) als auch Silas sich ohne jegliche Erinnerungen an irgendwas in der Schule wiederfinden. Sie überspielen ihre Ahnungslosigkeit beide unabhängig voneinander, merken aber schon bald, dass ihre Mitschüler sie für ein Paar halten und dass der andere sich auch nicht mehr erinnert.
Sie versuchen gemeinsam herauszufinden, was mit ihnen geschehen ist. Sie arbeiten zusammen und versuchen sich nichts anmerken zu lassen, während scheinbar hinter jeder Ecke und jeder Kurve ein Hindernis auf sie wartet. Die Frage lautet zunächst, was mit ihnen geschehen ist und... könnte ihnen das jemand angetan haben? Doch dann, je mehr sie sich in das Wirrwarr ihrer Vergangenheit und verlorenen Erinnerungen stürzen, je mehr sie versuchen es zu entwirren, desto mehr verheddern sie sich selbst erneut darin und beginnen sich zu fragen, was sie eigentlich für eine Art Paar waren und - wichtiger noch - warum sie überhaupt zusammen waren.

Das ist der Inhalt der drei Bände. Auf das Äußerste und Kürzeste zusammen gefasst. Die Bücher beherbergen so viel mehr. Es dreht sich um die Angst, allein gelassen zu werden, oder gar wirklich allein zu sein, bis hin zu der Angst um den anderen, ja, möglicherweise auch um die Angst um die Familie oder die Freunde...
Den beiden ist auf Anhieb klar, dass sie ein Paar sind, darum bemühen sie sich, sich auch so zu geben. Und je mehr sie einander kennenlernen, desto weniger müssen sie diese Rolle noch spielen. Sie kommen einander wieder näher, in ihrer Angst und Verzweiflung, der einzige Mensch, der ihr Schicksal teilt... aber sie lernen auch sich selbst wieder kennen. Die Person, in deren Körper sie festsitzen und die Person, die all die Dinge tat, von denen die Leute denken, dass sie sie getan haben - ohne, dass sie sich daran erinnern. Sie sind sich selbst fremd und man merkt (zumindest ist das meine Meinung), dass sie, je mehr sie von sich selbst erfahren, sich nicht sicher sind, ob sie den Menschen, der in ihnen steckt überhaupt wieder kennenlernen wollen.

Das Buch ist, das solltet ihr vielleicht vor dem Lesen wissen, genau, wie man annimmt, wenn man es sieht, kein Fantasy-Buch. Es ist spannend und haarsträubend. Und keineswegs immer nur das nette, kleine und schöne Vorstadtleben. Vielleicht ist es nicht realitätsnah, denn wer glaubt schon, dass er sein Gedächtnis schon vor seinem 20. Lebensjahr verliert, aber eindeutig näher an der Realität als... zum Beispiel "Harry Potter" oder vielleicht "Chroniken der Unterwelt".
Das Genre lässt sich wirklich schwer bestimmen, denn nach allem, was ich oben geschrieben habe, könnte man vielleicht denken, dass es sich um eine Liebesgeschichte handelt - ist es... nicht!? Nicht richtig zumindest. Es könnte sich wirklich einfach um eine Realitätsgeschichte handeln, denn der Kontext, der Inhalt, das, was das Buch eigentlich überhaupt ausmacht, nicht so abwegig und fantasievoll wäre... (zu verwirrend?)

Aber die Spannung fehlt auf keinen Fall. Das könnt ihr mir glauben. In jeder freien - oder auch nicht freien - Minute ging meine Hand zu dem Buch und meine Augen erklommen ein oder zwei weitere Zeilen. Denn der Spannungsbogen zieht sich durch das ganze Buch. Angefangen damit, dass die gemeinsame Kindheit der beiden, ihr erster Kuss, ihr erster Streit, alle Erinnerungen an sich selbst und andere, komplett verschwinden. Ab dem Moment, in dem das erste Buch aufgeschlagen wird, kann man es nicht mehr beiseite legen. Das Ende des ersten und das Ende des zweiten Bandes sind schlicht grausam. Aber für unser Glück, die die die Reihe erst jetzt beginnen, sind bereits alle Bände draußen - also mein kleiner, aber eindringlicher Rat. Wenn ihr nicht nach einem eiskalten Cliffhanger dasitzen und euch fragen wollt, was zum Teufel das jetzt soll... dann solltet ihr den nächsten Band eventuell schon griffbereit halten.

Der Schreibstil ist, wie immer bei Colleen Hoover (von Tarryn Fisher hatte ich bisher noch nichts gelesen), unfassbar. Mit kleinen Wörtchen, die die Geschichte luftig und leicht zu lesen machen, greift sie die Spannung und drückt sie dem Leser entgegen. Fragt mich jetzt nicht, wie, oder wo genau. Das kann ich wirklich nicht sagen, aber die Themen, die so kompliziert sind, wie z.B. bei "Ugly Love" oder "Hope Forever", fühlen sich... naja. Also, sie schafft es die Geschichten irgendwie schwermütig zu erzählen, todtraurig, bis man nicht mehr aufhören kann mit dem Weinen, aber dieses schwermütig schafft sie eben oder das schwer... aber auch wieder nicht. Okay. Ich glaube, ich verhasple mich hier nur. Sie schreibt wunderbar und auch Tarryn Fisher - ich bin mir nicht sicher, wie die beiden die Reihe zu zweit geschrieben haben, aber sie haben es großartig gemacht!

Darum gebe ich der ganzen Reihe (nicht den Cliffhangern!) 5 Sterne. Die Reihe hat es wirklich verdient, gelesen zu werden, also alle von euch, die im Moment nichts zu lesen haben: Los geht's!
Ich wünsche euch ganz viel Spaß bei dieser Reihe... und hoffe, dass ich jetzt den Stress erst einmal hinter mir gelassen habe und möglichst bald von meinem nächsten Abenteuer berichten kann!
18.42

Samstag, 20. Mai 2017

Morgen lieb ich dich für immer

Diesmal wollte ich am Donnerstag schreiben, denn Mittwoch war einfach viel zu viel los... nachdem ich es aber sowohl Donnerstag als auch Freitag nicht geschafft habe, mummele ich mich jetzt gemütlich auf das Sofa und widme ich mich einer meiner Lieblingsbeschäftigungen...

"Morgen lieb ich dich für immer" von Jennifer L. Armentrout habe ich bereits letzte Woche beendet, aber noch keine wirkliche Zeit gefunden, euch von diesem Buch zu berichten.
Für die Armentrout-Fans unter euch (falls es welche gibt), der englische Titel des Buchs ist "The Problem with Forever" (vielleicht sagt euch das etwas mehr?) und jetzt ist es endlich auch auf Deutsch draußen!

Es geht um Mallory, die zum ersten Mal richtig zur Schule geht. Zuvor ist sie Zuhause unterrichtet worden und hat sich nun knapp ein Jahr lang darauf vorbereitet auf eine richtige High School zu gehen. Sie lebt mittlerweile seit ca. vier Jahren bei ihren Adoptiveltern und hat in der langen Zeit versucht ihre Vergangenheit zu verarbeiten.
Die Vergangenheit, zu der auch ein gewisser Rider gehört. Zusammen lebten sie in einem Haus voller Monster und wurden vor vier Jahren getrennt. Mallory ist überzeugt ihn niemals wiederzusehen, bis sie ihn an ihrem ersten Schultag wieder sieht. Es scheint sich nichts verändert zu haben und doch alles. Sie waren Jahre getrennt und haben sich beide verändert. Der neue Rider hat Geheimnisse, Erlebnisse und eine Freundin und all das ist völlig neu für Mallory. Aber andererseits hat sich auch nichts geändert, Rider und Mallory können sich unterhalten, als wären all die Jahre, die zwischen ihrem Wiedersehen liegen, nie da gewesen.
Doch während sich Malloys Leben zum eindeutig Besseren gewandt hat, lief es in Riders Leben nicht ganz so glatt und während sie sich erneut besser kennenlernen, geschieht die ein oder andere Katastrophe, bis die letzte das Fass schließlich zum Überlaufen bringt. Mallory setzt alles aufs Spiel und riskiert ihr neues Leben und ihre Zukunft, um die Person zu retten, den sie am meisten liebt!

Das Buch...
Das Buch ist einfach... unglaublich! Fabulös! Mitreißend!
Es gibt gar nicht genug Wörter, die es beschreiben können.
Mit diesem neuen Hintergrund ihrer Geschichte erreicht Jennifer Armentrout ganz neue Höhen. Zuvor nur auf Fantasy beruhend. Vielleicht ein bisschen Young Adult. Jetzt kommt auch noch... eine Form des Dramas hinzu.

Die Vergangenheit der Geschichte, der beiden Protagonisten, macht eigentlich ihre Gegenwart aus. Sie nimmt sie ein und drückt zu, während der Leser förmlich das Gefühl hat hineingesogen zu werden.
Vor allem jedoch steht Mallorys neues Leben, ihr neuer Versuch an der High School, im Vordergrund. Ohne irgendwelche näheren Erfahrungen, die ihr weiterhelfen können, springt sie - trotz der guten Vorbereitung - mehr oder weniger ins kalte Wasser.
Rider und Mallory lernen sich langsam und vorsichtig erneut kennen. Während all die Gemeinsamkeiten zwischen den beiden immer noch da sich, hat sich aber auch vieles verändert und diese Lücke versuchen sie nun zu überbrücken, während ihre beiden Welten aufeinandertreffen. Rider lernt ihre beste Freundin kennen und ihre Eltern. Mehrfach ergeben sich peinliche Situationen, bei denen man sich einfach fremdschämen oder laut loslachen muss.

Der Humor an sich spielt - meiner Meinung nach - in Büchern allgemein eine recht wichtige Rolle und in Armentrouts Büchern besonders. Ich finde es einfach großartig, wie sarkastisch und ehrlich ihre Charaktere sein können. Und ihr Schreibstil sorgt noch für seine ganz eigene Ironie.
Aber selbstverständlich ist das Buch nicht nur lustig oder gespickt mit peinlichen Szenen. Es ereignen sich einige kleinere oder größere Dramen. Angefangen bei einem Handlungsstrang am Rande, bis zum eigentlichen Geschehnis. Ich könnte euch jetzt davon berichtet, was alles vor sich geht... und glaubt mir, das würde ich sehr gerne. Aber das werde ich natürlich nicht tun. Es reibt den Leser von innen auf, bis er glaubt, es nicht mehr aushalten zu können. Wie kann so viel Schlimmes geschehen?
Aber selbstverständlich passiert nicht nur Schlimmes. Selbst in dem Titel steht etwas von Liebe, findet ihr nicht, dann müsste da auch etwas Romantisches passieren? Und ohne Frage ist das geschehen. Es wird zwischendurch unglaublich romantisch, mit Gesten und Worten, wie es sie nur von einem imaginären Typen geben kann - Leider!

Auch gibt es wieder Anspielungen auf andere Filme oder Bücher, wie zum Beispiel Pitch Perfect oder Harry Potter. So etwas finde ich immer wunderbar, diese kleinen Bezüge zur Realität, die das Buch, die Geschichte noch etwas realer machen!
Um das Ende braucht ihr nicht zu fürchten. Es gibt eins. Zwar hätte ich mir noch ein paar Seiten mehr gewünscht... oder noch ein paar Kapitel, aber es ist definitiv vorhanden und ich glaube auch nicht, dass es einen zweiten Band geben wird.

Zu guter Letzt noch einen Punkt, den ich schon des Öfteren bei anderen Rezensionen zu anderen Büchern genannt habe. Meine Spanisch- oder Französischkenntnisse mögen nicht die allerbesten sein, aber dennoch liebe ich es einfach, wenn Sätze auf Spanisch auftauchen und ich erahnen oder sogar verstehen kann, was die Charaktere sagen!

Okay. Also, meiner Meinung nach hat dieses unglaublich tolle Buch, das einem unter die Haut geht und bei dem man sich am Ende Fragen stellt, die man sich vorher nie gestellt hätte, 5 Sterne verdient. Und ich hoffe, ihr könnt es genauso wenig aus der Hand legen, wie ich es konnte!

Vielleicht kennt auch ihr den Drang, euch über ein Buch auszulassen, so wie ich ihn nur allzu häufig verspüre. Vielleicht könnten diejenigen von euch, die das Buch schon kennen, oder es jetzt gelesen haben, ja in die Kommentare schreiben, wie ihnen das Buch gefallen hat.
Ich würde mich sehr freuen!
Eure Nina ;)
19.30

Mittwoch, 10. Mai 2017

Wait for You

Ein unfassbar tolles Buch! Es verschlägt einem den Atem, bringt dich zum Lachen und zum Weinen, während sich alles in dir vor Freude, Aufregung und Anspannung zusammenzieht.

"Wait for You" von J. Lynn ist wundervoll geschrieben. Das Buch ist der erste Band in einer ganzen Reihe, allerdings handeln die Bücher, soweit ich das richtig verstanden habe, alle von unterschiedlichen Paaren, mit Ausnahmen vom 2. Band, der den 1. Band aus Cams Sicht schildert.

Aber nun erst einmal zu dem Inhalt...
Das Buch handelt von Avery Morgansten und Cameron Hamilton. Avery zieht nach West Virginia und beginnt dort an einem kleinen, unscheinbaren College ihr erstes Semester. Der Weg von Texas nach West Virginia ist zwar weit und zwischen ihr und ihren Eltern liegt eine große Strecke, aber das kümmert sie nicht. Eher im Gegenteil. Nein, wirklich im Gegenteil, die weite Strecke war der Grund, weshalb sie dieses College ausgewählt hat. Sie findet direkt zwei richtig gute Freunde und lernt bald schon den gut aussehenden und beliebten Cam kennen. Dieser versucht ein Date mit ihr zu ergattern, doch auch als sie ihm wiederholt einen Korb gibt, gibt er nicht auf.
Alle beide verbergen eine Vergangenheit, die sie nicht so gerne preisgeben wollen, von der kaum einer weiß und vor der sie sich fürchten.

In gewisser Hinsicht hat es mich ein wenig an "Confess" erinnert, aber trotzdem ist das Buch ganz anders. Klar, auch die Charaktere hier haben etwas zu beichten, aber die Geschichte ist komplett anders.
Avery wächst dem Leser gleich im ersten Kapitel ans Herz, mit ihrer Scheu und Vorsicht bildet sie einfach einen tollen Charakter. Aber sie möchte sich ändern, sie möchte ihre Vergangenheit hinter sich lassen und woanders völlig neu beginnen. Auch Cam fand ich von Anfang an einfach toll... naja, er wurde als gutaussehend beschrieben, war charmant und freundlich - was will man mehr?

Das Buch ist in J. Lynns unverkennbarem Stil geschrieben. Die Charaktere sich humorvoll und sarkastisch, die Sprüche sind ironisch und man kann zwischendurch kaum noch an sich halten. Aber selbstverständlich gibt es, so wie immer - auch noch andere Seiten. Das Buch ist die ganze Zeit ein wenig bedrückend, man merkt, dass Avery eine dunklere Vergangenheit hat und spürt ihre wohl gehütete Trauer. Gleichzeitig hatte ich immer mal wieder ein wenig Angst um sie; die Rede war von mysteriösen SMS und Mails...
Wenn man also gerade mal nicht Lachen oder Weinen musste, konnte man den Spannungsbogen kaum aushalten - was würde als nächstes geschehen? Ich bin mir sicher ihr kennt zweierlei Gefühle: Erstens, wenn die Protagonistin etwas tut, was man überhaupt nicht nachvollziehen kann, was in den eigenen Augen total dumm erscheint und wovon man ahnt, dass ihr das danach auch so gehen wird? Und zweitens, wenn man ein Buch einfach nicht aus der Hand legen kann, wirklich weiß, dass man zu spät zur Schule oder zu der Arbeit kommt, es aber wirklich nicht beiseite legen kann? Und gleichzeitig, wenn man es dann mal geschafft hat, es zu unterbrechen, es nicht wieder anzufangen? Aus Angst, das Buch könnte nicht genug Seiten haben und viel zu schnell zu Ende sein?
So ging es mir mehrmals und ich denke, alle um mich herum haben mitbekommen, wie nahe mir das Buch ging und, dass ich unbedingt weiterlesen wollte, wenn ich meine Sachen schneller als gewöhnlich zusammengepackt habe oder statt zu essen lieber noch ein bisschen auf dem Sofa sitzen geblieben bin... oder wenn ich laut "Nein!" gesagt oder gerufen habe, weil ich mich einfach nicht beherrschen konnte.
Eigentlich liebe ich dieses Gefühl, es nicht aus der Hand zu legen und Angst vor dem Ende zu haben, denn es bedeutet, dass es ein gutes, ein sehr gutes Buch ist. Aber es bedeutet auch, dass ich es viel zu bald durchgelesen haben werde.
Ich hoffe, das klang jetzt nicht zu verwirrend...?

Also, Humor ist auf jeden Fall dabei und Spannung auch. Ohne Frage auch Romantik. Wie Cam und Avery sich näher kennenlernen und Avery immer und immer wieder Nein sagt, behauptet, sie will nicht, obwohl sie sich da selbst vielleicht gar nicht so sicher ist... Cams immer neuere Wege sie um ein Date zu bitten...
Aber es geht wirklich nicht nur um eine Romanze. Es geht um die Vergangenheit und darum, mit ihr klarzukommen. Und dann die Anrufe, die Avery bekommt...
Auch einige Verweise auf andere Bücher oder Filme, wie zum Beispiel "James Bond" oder "Wie ein einziger Tag" tauchen auf und bringen den Leser - welch eine Überraschung - zum Lachen.
Da Avery ja nun auf das College geht und sie auch den ein oder anderen Kurs belegt hat - stellt euch nur vor! - wird es auch in dieser Hinsicht interessant. Klar, es ist mehr so Geplänkel für den Hintergrund, wenn von Sternenbildern die Rede ist, aber seit der "Lux-Reihe" finde ich alles, was auch nur entfernt mit dem All zu tun hat, spannend.
J. Lynn hat es geschafft anschaulich zu schreiben, so wie sie beschreibt, kann man sich die Orte, die Situationen, die Stimmung super vorstellen und hat sie plötzlich genau vor Augen!

Das Ende. Nun, es ist ein Serien-Band und ehrlich gesagt war ich regelrecht schockiert, als ich herausfand, dass Band 2 keine Fortsetzung in dem Sinne sein sollte. Also, versteht mich nicht falsch, das ist gut, super gut, denn das Ende ist zwar ungemein aufreibend und man kann es kurz vor Schluss immer noch nicht richtig glauben (ich stand irgendwann einmal kurz davor Avery eins mit dem Buch über den Kopf zu ziehen, aber leider ist das bekanntlich nicht möglich...), aber es ist wenigstens wirklich ein Ende. Trotzdem fand ich es schade, dass Cams und Averys Geschichte schon zu Ende sein sollte. Auch, wenn Band 2 glaube ich "Wait for You" aus Cams Sicht ist, ist "Wait for You" selbst schon zu Ende.

Ich gebe dem Buch volle 5 Sterne, denn es hat mir einfach unglaublich und wahnsinnig gut gefallen. Ich freue mich schon auf Band 2 und wünsche euch ganz, ganz, ganz viel Spaß!
21.30

Mittwoch, 26. April 2017

Confess

Ein absolut wundervolles, traumhaftes und atemberaubendes Buch... "Confess (Love and Confess)" von Colleen Hoover!

Leider habe ich es letzte Woche, trotz - oder vielleicht gerade wegen - des Urlaubs nicht geschafft euch von diesem wundervollen Buch zu berichten. Das Buch, dass ich am Samstag durchgelesen habe ist nämlich nicht minder toll und aufregend... gewesen. (Leider!!!)

Ich musste Confess unbedingt lesen, da Colleen zu meinen Lieblingsautorinnen gehört und, wie ich schon von einigen ihrer anderen Bücher weiß, einfach unfassbar gut schreiben kann. Außerdem wird das Buch gerade in eine Serie verwandelt und bevor ich all die wirren und zum Teil vielleicht auch falschen Eindrücke in meinem Kopf habe, wollte ich das Buch erst einmal so lesen. Trotzdem bin ich schon ganz gespannt auf die Serie!

Das Buch an sich, ist einfach wunderbar.
Es geht um Auburn Reed, eine junge Frau. Sie lebt erst seit Kurzem in Texas und scheint darüber nicht besonders glücklich zu sein. Sie bleibt auf dem Weg nach Hause an einem Schaufenster hängen, an dem lauter kleine, anonyme Beichten aufgehangen sind. Schöne, schreckliche... fasziniert bleibt sie stehen und trifft auf Owen. Den Galerie-Besitzer und Künstler mit den grünen Augen. Sie fühlt sich von ihm angezogen, wie von seiner Kunst. Denn die Bekenntnisse lassen sie keineswegs kalt. Auch sie trägt ein gut gehütetes Geheimnis in sich, das nicht an die Oberfläche kommen darf.
Sie und Owen kommen sich näher... doch das Leben der beiden ist nicht einfach. Nicht nur Auburn, auch Owen verbirgt etwas, das mindestens genauso gut behütet ist, wie ihr Geheimnis.
Schon getrennt sind ihre Leben nicht einfach, doch gemeinsam stürzen sie sie in ungeahnte Gefahren, Hoffnungen und Albträume.
Bei dem verzweifelten Versuch zusammen zu kommen riskieren sie alles; ihr Leben, ihre Liebe und noch so viel mehr...

Viel mehr kann ich euch darüber jetzt auch noch gar nicht verraten. Das Buch, der Inhalt, baut sich aufeinander auf, wird mehr und mehr.
Bedrückender und erschreckender. Eigentlich ist das Buch nicht wirklich lustig und erst recht nicht komisch. Vielleicht ein bisschen humorvoll. ... Trotzdem ist es mir ohne große Anstrengung gelungen zu lachen und zu schmunzeln. Allerdings auch - und das soll sowohl eine Art Warnung, als auch eine Art Verlockung sein - zu weinen. Mein erster Kommentar dazu ging an eine Freundin, als ich das Ende des Prologs erreicht hatte: Das Buch ist toll. Ich musste schon auf Seite 22 weinen. Das ist es wirklich. Es ist toll. Und es heißt ja auch nicht unbedingt etwas Schlechtes, dass man bei einem Buch weinen muss. Es heißt vielmehr, dass es der Autorin gelungen ist die Gefühle richtig zu beschreiben, dass das eigene Herz anfängt zu bluten.
Das ganze Buch über passieren immer wieder schreckliche Dinge, bis es am Ende das Fass zum Überlaufen bringt... und die Bombe darin explodiert. So baut sich auch die Spannung immer weiter und weiter und weiter auf. Sodass man wirklich nicht aufhören kann zu lesen. Es ist schlicht und einfach nicht möglich. Wirklich nicht. Ich bin lieber auf dem Sofa sitzen geblieben, als mir etwas zu essen zu holen, sei es auch nur Schokolade als Nervennahrung. Am Ende eskaliert der Spannungsbogen dann ein bisschen und die Probleme werden ... nun ja... sagen wir es so: Das Buch findet ein Ende.
Die Liebe zwischen Owen und Auburn ist stark und beständig - irgendwann. Naja, sie ist eben so, wie jede richtige Romanliebe sein sollte. Und sie sorgt dafür, dass es auch mal kleine, kurze - sehr kleine - Pausen von der ständigen und allgegenwärtigen Spannung gibt.

OMG.
Noch so ein Punkt, den ich keinesfalls irgendwann wieder vergessen kann. Jedes Mal, wenn ich dieses Wort, diese Abkürzung, oder diesen Satz jetzt sehe, muss ich anfangen zu grinsen. Egal, wie schlimm die Situation ist, ich denke, wenn jemand so etwas vor mir ausspucken würde, könnte ich mich einfach nicht mehr konzentrieren! - Kein Scherz!
Es ist aber nicht nur die Rede von - Moment... - Eros, sondern auch von Storge. Die familiäre Liebe. Die Familie spielt hier eine große Rolle, eine sehr große Rolle. Ich bin mir nicht einmal sicher, ob Eros oder Storge hier wichtiger wäre... egal. Auburns und Owens Probleme beruhen beide auf der Familie, einem Teil davon, oder sind zumindest entfernt darauf zurückzuführen.

Diese Bekenntnisse, die das ganze Buch ausmachen, der wichtigste Teil von ihm sind, dass es sogar so heißt... ja, auch die sind wunderbar in das Buch eingebracht. Man bekommt Gelegenheit sich Owens Gemälde vorzustellen, sich selbst vorzustellen, was man zu den einzelnen Beichten denken würde und entsetzt auf die Buchstaben zu starren, wenn es sich um eine der Schlimmeren handelt. Allein der Gedanke sie könnten echt sein (sind sie, so weit ich weiß), der Gedanke an die Gründe, warum so etwas anonym bleibt... nun, er war der Grund für einige eiskalte Schauer, die mir über den Rücken gelaufen sind. Genauso, wie auch die von Auburn und Owen. Der selbstsüchtige Gedanke, dass es einem selbst genauso ergehen könnte, dass es wirklich passieren könnte. Der Gedanke, wie schrecklich sich das anfühlen muss.

Aber trotzdem ist dort drin, zwischen den Zeilen, Humor zu finden. Humor und Romantik. Auch diese beiden Dinge sind einfach wunderbar geschildert. Die Momente totaler Freude, der Sarkasmus (wenn auch nicht soo viel wie sonst) und das unglaublich Liebevolle, das das Buch, die Liebe der beiden und die Liebe, das Leben an sich so bereithält. Zwischendurch ist man mal verwirrt. Ja, Colleen ist es sogar gelungen, dass ich an die Protagonisten selbst zwischendurch nicht mehr geglaubt habe. Ich würde ja sagen, dass sie mit unseren Gefühlen spielt, denn die Fäden dazu hätte sie sicherlich in der Hand, aber sie macht es genauso offensichtlich wie versteckt. Einfach auf subtile Art und Weise. (Tut mir leid, wenn ich das jetzt zu verwirrend geschrieben habe!) Man fühlt den Schmerz, den die beiden erleiden regelrecht. Wenn ich abends im Bett lag und vielleicht gerade etwas Unfassbares herausgefunden hatte oder wieder daran denken musste, fühlte es sich an, als würden sich hunderte kleiner Schlangen oder Spinnen oder Insekten in meinem Bauch befinden - keine Schmetterlinge, es war meistens kein schönes Gefühl. Und dann würde zugedrückt. Es ist kaum vorzustellen... aber genauso gibt es auch Momente des Triumphes, in denen man dann fröhlich aus dem Bett springen und im Raum umher tanzen könnte. - Und sicherlich kennt ihr es, wenn etwas in dem Buch steht, vielleicht sogar eher als Nebensatz, etwas, was euch überhaupt nicht wichtig erscheint, aber dann bekommt ihr diese blöde Vorahnung? Die konnte ich beim Lesen des Öfteren nicht abschütteln, weil ich die ganze Zeit in Sorge war. Denn man schließt die Charaktere ins Herz, beginnt sie zu lieben und um sie zu fürchten.

Okay. Hoffentlich lest ihr dieses Buch auch. Ich fand es einfach... naja, ich bin sprachlos. Es ist unglaublich schön geschrieben und verdient mindestens vier Sterne. Ich gebe auch vier. Nur vier. Für den fünften fehlte mir dem Buch einfach noch ein bisschen Humor, ein paar Pausen von all der Spannung. Dennoch ist es - absolut! - lesenswert. Unbedingt. Wenn euch ein bisschen Traurigkeit nicht abschreckt und ihr Liebesgeschichten genauso gerne lest wie ich, solltet ihr dieses Buch unbedingt lesen!
16.30